EnterpriseDB bringt Postgres-Variante für Webanwendungen

GridSQL als Open Source veröffentlicht

EnterpriseDB hat seine PostgreSQL-Distribution umbenannt und verspricht Leistungsverbesserungen speziell für Entwickler von Web-2.0-Anwendungen. Zusätzlich hat das Unternehmen seine Business-Intelligence-Lösung GridSQL unter die GPL gestellt.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Postgres Plus sowie Postgres Plus Advanced Server hat EnterpriseDB seine beiden neuen Produkte genannt, die ebenso wie die anderen EnterpriseDB-Datenbanken auf dem freien PostgreSQL-System basieren. Funktionen wie Workload Profiling und ein verteilter Cache sollen für einen Leistungszuwachs sorgen, womit sich das Produkt laut EnterpriseDB vor allem an Entwickler von Web-2.0-Anwendungen richtet. Durch eine Ein-Klick-Installation soll ferner die Einrichtungszeit verkürzt werden. Postgres Plus steht zum Download bereit.

Der Postgres Plus Advanced Server 8.3 soll ebenfalls ab sofort verfügbar sein und ist der Nachfolger des EnterpriseDB Advanced Server. Wie in der Vergangenheit will EnterpriseDB hier vor allem mit der versprochenen Oracle-Kompatibilität punkten. Die für Windows, Linux und MacOS X erhältliche Software lässt sich die Firma mit 995,- US-Dollar pro CPU und Jahr bezahlen.

Teil dieser PostgreSQL-Varianten ist auch GridSQL, eine Business-Intelligence- und Data-Warehousing-Lösung von EnterpriseDB, die auch mit der Community-Version von PostgreSQL funktioniert. GridSQL verspricht eine einfachere Verwaltung von Datenbank-Grids und eine bessere Skalierbarkeit. Die Entwicklung ist ab sofort bei Sourceforge unter der GPLv2 erhältlich. Zusätzlich erlaubt der Anbieter, GridSQL in jeder unter einer von der Open Source Initiative anerkannten Lizenz entwickelten Software einzusetzen.

IBM hat sich überdies zu den Geldgebern der Firma gesellt und steckt zusätzliche 10 Millionen US-Dollar in EnterpriseDB. Damit hat EnterpriseDB bisher insgesamt 37,5 Millionen US-Dollar Risikokapital gesammelt.

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