Abo
  • Services:

DRM für Weblinks? Google weiter skeptisch

ACAP-Unterstützung nicht in Sicht

Im November des vergangenen Jahres hatte ein Zusammenschluss von Verlegerverbänden das Automated Content Access Protocol (ACAP) vorgestellt, mit dem Website-Betreiber mehr Kontrolle darüber bekommen sollen, wie Suchmaschinen auf Inhalte der Website zugreifen. Ebenso wie andere Suchmaschinen bleibt Google vorerst bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber ACAP.

Artikel veröffentlicht am ,

Mehrere Prozesse in den vergangenen Jahren haben große Konflikte zwischen Verlegern und Suchmaschinenbetreibern aufgezeigt. Während die Verleger größtmögliche Kontrolle über die Nutzung der von ihnen im Internet verfügbar gemachten Inhalte wollen, machen Suchmaschinenbetreiber ihr Geld auch damit, die Inhalte der Verleger in größtmöglichem Umfang für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Stellenmarkt
  1. abilex GmbH, Stuttgart
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven

Als wichtigster Kontrollmechanismus des Interessenausgleichs dient auf Webservern die robots.txt-Datei, in der Verleger der Gier der Suchmaschinen Grenzen setzen können. Aus Sicht der Verleger ist dieser Mechanismus jedoch veraltet und zu unflexibel. Aus diesem Grund haben die Verlegerverbände "World Association of Newspapers", "International Publishers Association" und "European Publishers Council" in den vergangenen Jahren das offene Automated Content Access Protocol (ACAP) entwickeln lassen, das die Interessen der Verleger besser reflektieren soll. Zu den Mitgliedern der genannten Verlegerverbände gehören unter anderem die Verlagsriesen John Wiley & Sons, Macmillan-Holtzbrinck und Reed Elsevier.

Im November 2007 wurde die fertige Version 1.0 des ACAP-Protokolls in New York vorgestellt. ACAP, das wie eine Art digitales Rechtemanagement (DRM) für Suchmaschinen arbeitet, erlaubt es Websitebetreibern beispielsweise festzulegen, welche Inhalte wie lange zwischengespeichert werden dürfen oder welchen Links die Suchmaschinen nicht folgen dürfen.

Nach der Vorstellung von ACAP haben sich die großen Suchmaschinenbetreiber, allen voran Google, mit ihrer Unterstützung deutlich zurückgehalten. Gegenüber iTWire hat sich Googles CEO Erich Schmidt jetzt zu dieser Zurückhaltung geäußert: "ACAP ist ein Standard von einigen Leuten, die das Problem [der Vermittlung von Zugangsberechtigungen für Inhalte] zu lösen versuchen. Auch bei uns arbeiten einige Mitarbeiter mit ihnen zusammen, um zu sehen, ob die Arbeitsweise unserer Suchmaschine so verändert werden kann, dass sie mit dem Vorschlag zurechtkommt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verträgt er sich nicht mit der Art und Weise, wie unsere Systeme operieren." Zugleich erklärte Schmidt, dass Google keineswegs etwas dagegen habe, "dass [die Verleger] in der Lage sind, ihre Informationen zu kontrollieren". Viel Begeisterung für die Umsetzung des ACAP-Standards scheint es bei Google aber nicht zu geben. ITWire zitiert dazu Google-Sprecher Rob Jonas, dessen Einschätzung zufolge "es in unserer Firma die allgemeine Auffassung gibt, dass die robots.txt alles bietet, was die meisten Verleger brauchen."

Es scheint nicht so, als würde ACAP in absehbarer Zeit zu einer Erfolgsgeschichte (aus Verlegersicht) werden. Solange Google nicht vorangeht, werden sich konkurrierende Suchmaschinen hüten, ihr Angebot nach den Wünschen der Verleger einzuschränken. Das könnte schließlich Nutzer abschrecken und Marktanteile kosten. [Robert A. Gehring]



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 9,99€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 2,99€
  4. (-67%) 19,80€

vergeben 25. Mär 2008

Die Gier nach Kontrolle und Macht wird immer schlimmer. Entfernt doch einfach bei...

mxcd 25. Mär 2008

ACAP all cops are pastards

mxcd 25. Mär 2008

Der Krake wenn ueberhaupt.

besn 25. Mär 2008

wer sollte sich zum spass einen spider-ua einstellen? manche webseiten will ich gar...

Sharra 25. Mär 2008

Wer nicht will dass das Zeug von der Homepage woanders hin wandert, der soll seine...


Folgen Sie uns
       


Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert

Wir streamen und spielen mit 60 fps mit dem Fire TV Stick.

Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Matebook X Pro im Test: Huaweis zweites Notebook ist klasse
Matebook X Pro im Test
Huaweis zweites Notebook ist klasse

Mit dem Matebook X Pro veröffentlicht Huawei sein zweites Ultrabook. Das schlanke Gerät überzeugt durch ein gutes Display, flotte Hardware samt dedizierter Grafikeinheit, clevere Kühlung und sinnvolle Anschlüsse. Nur die eigenwillig positionierte Webcam halten wir für fragwürdig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Android Huawei stellt zwei neue Tablets mit 10-Zoll-Displays vor
  2. Smartphones Huawei will Ende 2019 Nummer 1 werden
  3. Handelskrieg Huawei-Chef kritisiert Rückständigkeit in den USA

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Parker Solar Probe Sonnen-Sonde der Nasa erfolgreich gestartet
  2. Parker Solar Probe Nasa verschiebt Start seiner Sonnen-Sonde
  3. Raumfahrt Die neuen Astronauten für SpaceX und Boeing

    •  /