Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Musik-Flatrate von Sony-BMG noch 2008 für 6 bis 8 Euro

Offenbar nicht alle Titel für Download vorgesehen. In einem Interview mit der Onlineausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Sony-BMGs CEO Rolf Schmidt-Holtz Pläne für eine Musik-Flatrate seines Unternehmens bestätigt. Das Angebot soll noch im Jahr 2008 starten, sieht aber anscheinend bisher nicht den Download aller darin enthaltenen Titel vor.
/ Nico Ernst
40 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Wie der Musik-Manager im Interview(öffnet im neuen Fenster) mit FAZ.net erklärte, soll das Abonnement 6,- bis 8,- Euro im Monat kosten. Dafür können sich die Kunden dann das gesamte Angebot der zweitgrößten Plattenfirma der Welt "anhören", so Rolf Schmidt-Holtz. Am Ende eines Abonnementjahres soll man 40 bis 50 Songs behalten dürfen.

Diese Angaben decken sich mit den bisher nicht bestätigten Plänen von Apple, iPods in Zukunft in Verbindung mit einem Musik-Abo anzubieten. Laut Rolf Schmidt-Holtz verhandelt Sony-BMG derzeit auch mit Apple, aber ebenso mit Nokia und anderen Herstellern von Handys. Nokia hatte bereits angekündigt, unter dem Motto "Comes with Music" seine Handys in Zukunft mit einem Musik-Abo auf den Markt bringen zu wollen – allerdings in Kooperation mit Univeral Music.

Ob Sony-BMG auch einen Alleingang wagt oder mit anderen Musikkonzernen zusammenarbeiten will, bestätigte Rolf Schmidt-Holtz noch nicht: " Das Angebot wird umso attraktiver, je größer die Musikauswahl ist. Ich sage nicht, dass es uninteressant wäre, wenn wir es allein machen. Aber es wäre sicher nicht so spannend." Laut seinen Aussagen ist der Startschuss noch für 2008 geplant, aber nur, "wenn alles glatt läuft".

Wie Sony-BMG das Angebot genau gestalten will, erklärte der CEO des Unternehmens noch nicht. Da aber laut seinen Angaben gegenüber FAZ.net nur vom "Anhören" aller Titel die Rede ist, dürfte es sich um einen Streaming-Service handeln. Diesen kann man so lange nutzen, wie das Abonnement besteht. Die bisher auch mit Apples Planungen in Verbindung gebrachten 40 bis 50 Titel zum Download – die man auch nach Kündigung tatsächlich behalten darf – wären damit nur ein Bonus.

Die "Musik-Flatrate" von Sony-BMG würde damit eher einem Service wie "Radio-on-demand" ähneln, nicht einer echten Flatrate, bei der sich die Kunden die Musikstücke herunterladen und dann auf beliebigen Geräten abspielen können.


Relevante Themen