Yahoo-Manager hält Handy-Betriebssysteme für irrelevant
Ein einzelner Anbieter wird das mobile Internet so schnell nicht beherrschen, sagte Börries im Hinblick auf das Nebeneinander von Netzbetreibern, Handyherstellern und Anwendungsentwicklern in einem Interview(öffnet im neuen Fenster) mit der FAZ. Zu Googles Android meinte er, dass es den Markt eher weiter zersplittern werde als ihn zu defragmentieren. Sollte ein nennenswerter Marktanteil errungen werden, will auch Yahoo Android unterstützen.
Yahoo selbst will sich auf Yahoo Go, die Suchmaschine OneSearch sowie OneConnect und OnePlace konzentrieren – zu einem eigenen Handy-Betriebssystem oder Framework äußerte sich Börries nicht. Finanzieren will Yahoo diese Angebote über Werbung. OneConnect soll in jedem Handy-Browser laufen und das Thema Unified Messaging wieder aufgreifen. Neben Instant Messaging und E-Mail werden auch noch soziale Netzwerke integriert. OneConnect bietet eine Schnittstelle, die auch anderen Diensten offensteht, hieß es schon während der CeBIT 2008.
Marco Börries fungiert bei Yahoo als Executive Vice President of Connected Life. Die von ihm gegründete Firma VerdiSoft entwickelte die Technik, die hinter Yahoo Go steht und wurde 2005 von Yahoo übernommen. Yahoo Go bietet einen auf die Displaygrößen von mobilen Endgeräten zugeschnittenen Zugriff auf E-Mails, Fotos etc. Yahoo Go 3.0 soll ab Ende März 2008 auch in lokalisierten Fassungen angeboten werden, darunter in deutscher Sprache.
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