Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen in den USA beendet

Ergebnis übertrifft Erwartungen der Regierung

Insgesamt knapp 19,6 Milliarden US-Dollar geben die Bieter für die neuen Mobilfunkfrequenzen in den USA aus. Wer die Lizenzen bekommt, will die FCC aber erst in den kommenden Tagen bekanntgeben.

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Nach 261 Bieterrunden erklärte die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) die Versteigerung der insgesamt 1.200 Mobilfunklizenzen im 700-MHz-Bereich für beendet. Die US-Regierung kann sich über 19,592 Milliarden US-Dollar für ihre Staatskasse freuen. Das Ergebnis übersteigt die Erwartungen deutlich: Der Kongress hatte 10 Milliarden US-Dollar erwartet. Die Zahlungen werden am 30. Juni 2008 fällig.

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Wer welche Frequenzen bekommt, will die FCC jedoch erst in einigen Tagen bekanntgeben. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die Marktführer auf dem Telekommunikationssektor wie Verizon und AT&T unter den erfolgreichen Bietern sind. Ein Ziel der FCC war es jedoch, neue Wettbewerber in den Markt zu holen.

Auch Google hatte um die Frequenzen gesteigert. Vermutlich handelte es sich lediglich um ein strategisches Engagement, mit dem Google erreichen wollte, dass der so genannte C-Block mit einem offenen Zugang gestaltet wird. Das würde Google ausreichen, um die eigene Mobilfunkstrategie weiter zu verfolgen.

Wie es aussieht, hat Google dieses Ziel erreicht: Der C-Block wurde für 4,74 Milliarden US-Dollar versteigert. Nach den FCC-Regeln für die Auktion mussten für den Block mindestens 4,6 Milliarden US-Dollar geboten werden, um dieses Netz mit einem offenen Zugang für alle möglichen Anbieter auszustatten. Diese Klausel wurde auf Betreiben von Google in die Regeln aufgenommen.

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Ein Misserfolg hingegen ist, dass das Mindestgebot von 1,3 Milliarden US-Dollar für den so genannten D-Block nicht erreicht wurde. Für diesen Block wurde nur ein einziges Gebot in Höhe von 472 Millionen US-Dollar abgegeben. Auf dieser Frequenz sollte ein landesweites Funknetz für Polizei, Feuerwehr und andere Rettungsorganisationen eingerichtet werden.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005 hatten inkompatible Geräte und Funkstandards Verwirrungen unter den Rettungskräften ausgelöst. Deshalb waren an die Versteigerung des D-Blocks diverse technische Bedingungen geknüpft. Voraussichtlich wird es eine neue Versteigerung für den D-Block geben. Die FCC muss nun entscheiden, ob sie dafür die Anforderungen lockert oder das Mindestgebot senkt.

Seit 24. Januar 2008 hatte die FCC mehrere Blöcke mit regionalen und landesweiten Frequenzen versteigert. Es handelt sich dabei um Frequenzen, die früher zur Fernsehübertragung genutzt wurden. Durch die Umstellung auf digitales Fernsehen werden sie im Februar 2009 frei.

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