Roboter-Fledermaus für den Häuserkampf

Das Forschungsvorhaben sieht die Entwicklung spezieller Sensoren vor, die auch Töne und sogar Gerüche erkennen sollen. Die Datenübermittlung an die Soldaten am Boden soll per Funk in Echtzeit erfolgen, so das Ziel. Durch eine bessere Aufklärung sollen taktische Vorteile gewonnen werden.
Die Forschungsgelder in Höhe von 10 Millionen US-Dollar sind für den Aufbau des "Center for Objective Microelectronics and Biomimetic Advanced Technology", kurz COM-BAT, gedacht. Eine Option im Vertrag sieht vor, dass noch einmal 5 Jahre und 12,5 Millionen US-Dollar investiert werden können, wenn sich das Projekt erfolgreich entwickelt.
Das Mikroflugzeug soll Stereokameras tragen und Mini-Mikrofone für eine räumliche Erfassung des Tons einsetzen. Auch Sensoren für Strahlung, giftige Gase und Ähnliches sollen mit an Bord sein. Ein miniaturisiertes Radar sowie ein hoch sensibles Navigationssystem sollen dafür sorgen, dass die Fledermaus auf Kurs bleibt und nicht mit Hindernissen kollidiert.
Das COM-BAT-Programm wird auch an der Universität Berkeley in Kalifornien und an der Universität Neu Mexiko betrieben. Die einzelnen Forschungszentren entwickeln unterschiedliche Bereiche der Roboter-Fledermaus.
Der Körper des Fluggeräts soll ungefähr 16 cm lang sein, ein viertel Pfund wiegen und nur rund 1 Watt Strom benötigen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Forscher der Universität Michigan einen erheblichen Miniaturisierungsaufwand leisten. Sie wollen zudem die Effizienz der eingesetzten Solarzellen verdoppeln und das Navigationssystem ungefähr 10fach kleiner, leichter und energieeffizienter machen als aktuelle Lösungen.
In einem Nebensatz bemühte sich die Universität zu sagen, dass bei der aufwendigen Forschung auch Applikationen für den zivilen Sektor abfallen könnten, wie beispielsweise für die Medizintechnik.