Radar Group offiziell - Skandalspiel in Arbeit?

Neue Firma von 3D-Realms-Chef Scott Miller eröffnet

Jetzt ist es offiziell: Es gibt eine neue Spielefirma. Radar Group heißt sie, und sie soll Anlaufadresse für unabhängige Entwicklerstudios sein. Abgesehen von Unterstützung bei der Spieleproduktion will die Firma den Teams auch bei der Vermarktung etwa in Sachen Film helfen - Kontakte sind bereits geknüpft. Auch Infos über die ersten Spiele sind verfügbar. Eines davon hat das Zeug zum Konflikt.

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Sogar über ein - offizielles und markenrechtlich geschütztes - Motto verfügt die neue Firma schon: "Original Thinking". Das soll ausdrücken, dass die produzierten Spiele nicht auf lizenzierten Inhalten - etwa auf Büchern oder Filmen - basieren. Stattdessen sollen eigene Figuren, Szenarios und Geschichten genutzt werden, die sich dann beispielsweise auch im Kino vermarkten lassen.

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Mitgründer Scott Miller von 3D-Realms ist Chief Creative Officer des neuen Unternehmens; bereits gestern hatte Golem.de über Radar Group berichtet. Miller sieht große Chancen: "Radar Group schließt sich mit vielen unabhängigen Topstudios zusammen und hilft ihnen, eigene geistige Inhalte zu entwickeln, von denen ein substanzieller Anteil ihr Eigentum bleibt", so Miller. "Warum ist das wichtig? Weil es heutzutage in der Branche unmöglich ist, neue Inhalte zu schaffen, ohne die Rechte daran vollständig an den Publisher abzutreten - jedenfalls, wenn man nicht Epic oder Valve ist".

Radar Group verfügt bereits über eine Kooperationsvereinbarung mit der Hollywood-Firma Depth Entertainment. Deren Chef Scott Faye produziert gerade die Verfilmung des Actionspiels Max Payne, immerhin mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle. Der Streifen kommt nach aktuellem Stand am 23. Oktober 2008 in die deutschen Kinos.

Auch die ersten drei Spiele stellt Radar Group auf seiner neuen Webseite vor. Earth No More und Prey 2 waren bereits vorher bekannt, neu sind die Informationen über Incarnate. Das Action-Adventure verfügt über Potenzial zur Kontroverse: Darin sollen sich laut erster Ankündigung die reinkarnierten Seelen von einigen der bösesten historischen Personen über Chicago hermachen. Namen verrät Radar zwar noch nicht, aber die Welt hat schon genügend menschliche Übeltäter hervorgebracht, deren Auftauchen in einem Spiel für Unmut sorgen könnte. Die Aufgabe des Spielers ist es dabei, als eine Art Agenten-Geisterjäger die Untoten zur Strecke zu bringen. Der Titel entsteht für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 bei einem Entwickler, dessen Namen Radar noch für sich behält.

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Das grundlegende Geschäftskonzept der Radar Group erinnert dezent an die 1998 ebenfalls von Scott Miller mitgegründete Firma Gathering of Developers, die unabhängigen Entwicklerteams die Arbeit ohne Publisher-Druck ermöglichen wollte. Besonders lange hielt das Unternehmen nicht durch - nach rund zwei Jahren wurde es von Take 2 aufgekauft.

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