Internet-Ausschluss für japanische Tauschbörsen-Missbraucher
Den betroffenen Nutzern den Internetzugang zu entziehen, gilt als besonders problematisch – verletzt das Vorgehen doch sowohl die Privatsphäre als auch im Falle einer Abschaltung ein Stück weit die Teilnahme am sozialen Leben.
Die Maßnahmen sollen nur besonders exzessive Tauscher treffen und in Zusammenarbeit mit Rechteinhabern erfolgen, schreiben japanische Medien(öffnet im neuen Fenster). Gemeinsam mit den Urheberrechtsinhabern sollen Richtlinien erarbeitet werden, nach denen die Zwangsabschaltungen und Vertragskündigungen erfolgen sollen.
Wie das Verfahren genau funktionieren soll, ist nicht bekannt – die Rechteinhaber wollen den Providern mitteilen, welche IP-Adressen gehäuft in den Tauschbörsen zusammen mit urheberrechtlich geschütztem Material auftauchen. Zunächst sollen die jeweiligen Nutzer hinter den Adressen per E-Mail gewarnt werden. Stellen sie ihr Verhalten nicht um, sollen sie erst einmal zeitweilig abgeklemmt oder ihnen die Verträge gekündigt werden.
Mehr als 1.000 Provider in Japan gehören den vier Organisationen an.
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