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Software-Fehler behindert Weltraummission

Instrumentenausfall bei Vorbeiflug an Saturnmond. Ein Fehler in der Steuerungssoftware hat ein wissenschaftliches Instrument der Raumsonde Cassini lahmgelegt. Der Fehler trat in dem Moment auf, als die Sonde den Saturnmond Enceladus in 50 Kilometern Höhe passierte.
/ Werner Pluta
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Es sei ein "ungeklärter Software-Schluckauf" gewesen, der das Staubanalysegerät CDA (Cosmic Dust Analyser) außer Kraft gesetzt habe, heißt es in einer Mitteilung der US-Raumfahrtbehörde NASA. Deshalb konnte der CDA etwa zwei Stunden lang keine Daten sammeln. In der Zeit des Ausfalls kam Cassini dem Saturnmond am nächsten. Allerdings hatte das Instrument beim Anflug und nach dem Passieren Daten sammeln können.

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Das Instrument, das am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde, verfügt über zwei Steuerprogramme. Während des Vorbeiflugs sollte es auf die neuere Version des Programms umschalten. Diese war eigens für den Vorbeiflug aufgespielt worden: Sie sollte es dem CDA ermöglichen, mehrere hundert Treffer von Staubpartikeln in der Sekunde zu zählen.

Alle anderen Instrumente der Sonde arbeiteten während des nur etwa anderthalb Minuten langen Vorbeiflugs an dem Saturnmond einwandfrei. Die Daten, die die Sonde dabei sammelte, geben Hinweise auf Wasser oder organische Stoffe im Inneren des Mondes.

Ein Trost bleibt den Forschern von der NASA und dem DLR: Im Jahr 2008 soll Cassini Enceladus noch drei Mal passieren, das nächste Mal voraussichtlich am 11. August 2008. Dann kommt die Sonde dem Mond noch näher: Sie wird in nur 20 Kilometern Höhe vorbeifliegen. Die DLR-Forscher gehen davon aus, dass sie das Softwareproblem bis dahin behoben haben.


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