Spieletest: Beautiful Katamari - schöner rollen auf der 360?
Ungewöhnliches Spielkonzept schafft den Sprung auf nächste Konsolengeneration. Die bisher auf PlayStation 2 und PSP erschienenen Katamari-Programme gehören zu den Titeln, für die man als langjähriger Spieler wirklich dankbar ist: Ein derart ungewöhnliches Konzept kombiniert mit so liebevollen Grafiken und einer innovativen Steuerung wird einem heutzutage zu selten geboten. Mit Beautiful Katamari schafft die Reihe nun den Sprung auf die aktuelle Konsolengeneration. Schade nur, dass dabei ein Großteil der Faszination verloren geht.
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Grundsätzlich ist auch im neuen Katamari alles so abgedreht wie eh und je. Etwa die obskure Hintergrundgeschichte: Der König des Universums hat beim Tennisspielen ein Loch ins All geschossen, das fortan den gesamten Inhalt des Weltraums aufsaugt – und dem Spieler obliegt es wieder einmal, alle verloren gegangenen Objekte wieder nach und nach aufzusammeln. Dies geschieht wie gewohnt durch das Steuern einer Kugel, die über alle möglichen Objekte gerollt werden muss – alles, was kleiner ist, bleibt kleben.
Mit der Zeit wächst die Kugel, so dass immer größere Gegenstände mitgenommen werden können. Erst lassen sich nur kleine Spielzeuge aufklauben, später bleiben Möbel oder gar ganze Gebäude haften. Die Bedienung erfolgt mit den Analogsticks: Zum Vorwärtsrollen müssen beide Steuerhebel nach vorne gedrückt werden, für das Drehen und für Richtungswechsel jeweils nur einer.
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Leider haben sich die Entwickler kaum darum bemüht, dieses gerade bei Fans schon bestens bekannte Gameplay durch neue Ideen zu erweitern – wer Katamari vor Jahren auf der PlayStation 2 gespielt hat, empfindet Beautiful Katamari bestenfalls als innovationsarme Portierung. Immer noch muss in jedem Level eine bestimmte Aufgabe erfüllt werden, wobei es meist darum geht, unter Zeitdruck eine vorgegebene Größe zu erreichen. Von Zeit zu Zeit gilt es dann zusätzlich, nur Gegenstände einer bestimmten Kategorie einzusammeln; auf wirklich motivationsfördernde Veränderungen, witzige Zwischensequenzen oder sonstige Überraschungen wird in späteren Leveln aber vergeblich gewartet.
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Auch Katamari-Neulingen, denen das Konzept noch nicht bekannt ist, darf allerdings nicht wirklich zum Kauf geraten werden: Beautiful Katamari lässt leider nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch einiges zu wünschen übrig. Das beginnt bereits bei der Grafik, die kaum über PS2-Niveau hinauskommt. Gleichzeitig haben die Entwickler dank unsauberer Programmierung aber das Kunststück vollbracht, trotz weniger Objekte und Details die Xbox 360 an ihre Grenzen zu bringen – das Spiel ruckelt beständig. Auch die Kamera positioniert sich immer wieder so ungünstig, dass der Überblick komplett verloren geht oder der Spielausschnitt einfach an großen Objekten hängen bleibt.
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Immerhin gibt es einen nicht sonderlich vielseitigen, aber zumindest unterhaltsamen Mehrspielermodus. In dem wird nicht nur um die Wette gerollt, sondern auch den Kontrahenten das Leben schwergemacht – wer die Mitspieler attackiert, kann so dafür sorgen, dass die einige ihrer eingesammelten Schätze wieder verlieren.
Beautiful Katamari ist exklusiv für die Xbox 360 im Handel erhältlich und kostet etwa 60,- Euro.
Fazit: Schade um das schöne Konzept und die einst genial-innovative Spielidee: Statt das Katamari-Universum sinnvoll weiter auszubauen, verlässt sich Beautiful Katamari zu sehr auf Altbekanntes – und stößt Fans der Reihe so ebenso vor den Kopf wie Neulinge, die sich über die unzeitgemäße Technik wundern dürften.