EU-Parlament beschließt Einrichtung des EIT
Die EU-Kommission will in den kommenden Jahren die Innovationsfähigkeit der Gemeinschaft deutlich erhöhen. Ausbildung, Forschung und Industrie sollen dazu stärker verzahnt werden. Eine Vorreiterrolle soll dabei das European Institute of Innovation and Technology (EIT), eine Art europäisches Gegenstück zum US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT), übernehmen.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso begrüßte die Zustimmung des EU-Parlaments: "Ich freue mich über diesen entscheidenden Fortschritt auf dem Weg zur Einrichtung des EIT. Das EIT wird ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Innovationslandschaft werden. Es wird Partnerschaften und Kooperationen zwischen der Geschäftswelt, Forschung und Hochschulausbildung in der ganzen EU fördern".
Das EIT soll dabei helfen, die teilweise vorhandene Isolation europäischer Forschungseinrichtungen zu überwinden. Die Hoffnungen der EU-Kommission: "Das EIT wird ein nachhaltiges Wachstum fördern und durch neue Produkte, Dienstleistungen und Märkte [...] Arbeitsplätze in der ganzen Union schaffen."
Den Kern des EIT werden so genannte "Knowledge and Innovation Communities" (KICs) bilden. Dahinter versteht die EU-Kommission "hochgradig integrierte Netzwerke von Universitäten, Forschungsorganisationen und Unternehmen". Die ersten KICs sollen binnen 18 Monaten eingerichtet werden. Ein Aufsichtsgremium (Governing Board) wird für die "strategische Verwaltung" zuständig sein. Wirtschaftsvertreter sollen direkt "in alle strategischen, operationalen und finanziellen Belange des Instituts" einbezogen werden. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll der Europäische Rat den Hauptstandort für das EIT bestimmen. [von Robert A. Gehring]
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