Abo
  • Services:
Anzeige

SyncPlayer erkennt Noten

Programm für den Bildungsbereich und für Musikliebhaber

Wissenschaftler an der Universität Bonn und vom Saarbrücker Max-Planck-Institut für Informatik haben einen besonderen Audioplayer entwickelt, der eine Reihe interessanter Funktionen für Musikwissenschaftler und Liebhaber klassischer Musik bietet. Dazu gehören die Darstellung der Partitur eines gerade gespielten Stückes oder die Suche nach gleichen Melodien. Selbst für Karaoke lässt sich der SyncPlayer einsetzen.

Der SyncPlayer ist ein Programm zum Abspielen von MP3-Dateien, das die Informatiker aus Bonn und Saarbrücken mit einigen Zusatzfunktionen versehen haben. So ist es zum Beispiel möglich, ein klassisches Musikstück abzuspielen und gleichzeitig die Partitur zu verfolgen. Das funktioniert auch in die andere Richtung: Klickt man innerhalb der Partitur auf einen bestimmten Takt, wird dieser abgespielt.

Anzeige
Die Funktionen des SyncPlayer (Quelle: Uni Bonn)
Die Funktionen des SyncPlayer (Quelle: Uni Bonn)

Die Erkennung und Darstellung erfolgt dabei jedoch nicht in Echtzeit. Vielmehr sind die Stücke bereits analysiert, die Partituren auf einem Server gespeichert. Der Player, der auf einem PC läuft, erkennt das gespielte Stück und fordert dann die entsprechende Partitur vom Server an.

Allerdings erlaubt die Software nicht nur das synchrone Hören und Betrachten der Noten eines Stückes. Sie ermöglicht auch den Vergleich verschiedener Interpretationen. Dazu listet der Player verschiedene Interpretationen auf, zum Beispiel Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie, dirigiert von Leonard Bernstein, von Herbert von Karajan und von Wolfgang Sawallisch. Im Player werden alle drei Versionen der "Schicksalssymphonie" synchron abgespielt. Der Nutzer kann nun zwischen den Versionen wechseln und die Interpretationen der verschiedenen Dirigenten miteinander vergleichen, etwa was Tempus oder Phrasierung angeht.

Sehr praktisch für Musikliebhaber ist auch die Suche nach gleichen Melodien. Der Nutzer spielt dann in dem Player ein Thema aus einem beliebigen Musikstück an und lässt die Software nach ähnlich klingenden Notenfolgen suchen. Die Ergebnisse werden so dargestellt, dass der Nutzer zum einen sieht, in welchen Stücken die gesuchte Sequenz vorkommt. Zudem kann er gleich an die entsprechende Stelle in dem Stück hineinspringen.

Doch der SyncPlayer sucht nicht nur nach musikalischen Themen, sondern auch nach Liedtexten. Dazu gibt der Nutzer einfach eine Textzeile in ein Suchfeld ein. Die Software durchsucht dann ihre Datenbank und listet die Fundstücke auf. Auch hier bekommt der Nutzer die Möglichkeit, gleich die entsprechende Stelle in einem Lied abzuspielen.

Anwendungsmöglichkeiten für die Software sehen die Wissenschaftler vor allem im Bildungsbereich, etwa im Musikunterricht. Eine andere Möglichkeit wäre die Aufbereitung großer Bestände von Musikstücken, die sowohl als Tonaufnahmen als auch als Partituren vorliegen. Mit Hilfe der Software ließen sich die verschiedenen Formate zusammenführen.


eye home zur Startseite
billy 13. Mär 2008

Also, raus damit aber hurtig.

ulf der nasenbär 12. Mär 2008

klingt doch sowieso allet gleich! =)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  2. BRVZ Bau- Rechen- und Verwaltungszentrum GmbH & Co. KG, Stuttgart
  3. KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main
  4. blueAlpha GmbH, Zweibrücken (Home-Office)


Anzeige
Top-Angebote
  1. 64,90€
  2. 429€ + 30€ Cashback
  3. (heute u. a. Tablets und 2in1s reduziert und Nintendo 2DS inkl. Mario Kart für 77€)

Folgen Sie uns
       


  1. Alexa und Co.

    Wirtschaftsverband sieht Megatrend zu smarten Lautsprechern

  2. Apple TV

    Deutsche TV-App startet mit nur vier Anbietern

  3. King's Field 1 (1994)

    Die Saat für Dark Souls

  4. Anheuser Busch

    US-Brauerei bestellt 40 Tesla-Trucks vor

  5. Apple

    Jony Ive übernimmt wieder Apples Produktdesign

  6. Elon Musk

    Tesla will eigene KI-Chips bauen

  7. Die Woche im Video

    Lauscher auf!

  8. Entlassungen

    Kaufland beendet Online-Lieferservice für Lebensmittel

  9. DigiNetz-Gesetz

    Unitymedia überbaut keine Glasfaser in Fördergebieten

  10. Telekom

    Mobilfunk an neuer ICE-Strecke München-Berlin ausgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blade Runner (1997): Die unsterbliche, künstliche Erinnerung
Blade Runner (1997)
Die unsterbliche, künstliche Erinnerung
  1. SNES Classic Mini im Vergleichstest Putzige Retro-Konsole mit suboptimaler Emulation

Umrüstung: Wie der Elektromotor in den Diesel-Lkw kommt
Umrüstung
Wie der Elektromotor in den Diesel-Lkw kommt
  1. LEVC London bekommt Elektrotaxis mit Range Extender
  2. Vehicle-to-Grid Honda macht Elektroautos zu Stromnetz-Puffern
  3. National Electric Vehicle Sweden Der Saab 9-3 ist zurück als Elektroauto

Thinkpad X1 Yoga v2 im Test: LCD gegen OLED
Thinkpad X1 Yoga v2 im Test
LCD gegen OLED

  1. Re: Warum IoT pöse ist (Kritische Masse)

    freebyte | 01:05

  2. Re: So einen Reaktor hätte ich gerne in meinem keller

    Frank... | 00:54

  3. Re: Völlig nutzlos ohne Display.

    blaub4r | 00:30

  4. Re: Grandioser Artikel

    emdotjay | 00:25

  5. Re: Netzabdeckung ist ein schlechter Witz

    sofries | 00:22


  1. 10:59

  2. 09:41

  3. 08:00

  4. 15:44

  5. 14:05

  6. 13:09

  7. 09:03

  8. 19:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel