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Take 2 in wichtigem Quartal mit Verlusten

Rund 38 Millionen Dollar Minus – Entwicklerteam von "Mafia" übernommen. Die gestern von Take 2 veröffentlichten Geschäftsergebnisse waren besonders wichtig, schließlich wehrt sich das Unternehmen derzeit gegen eine Übernahme durch Electronic Arts. Die Zahlen waren enttäuschend – aber dafür hatte Vorstandschef Strauss Zelnick andere interessante Neuigkeiten, um den Preis seiner Firma hochzutreiben.
/ Peter Steinlechner
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Im letzten Geschäftsquartal, das von Anfang November 2007 bis Ende Januar 2008 lief, hat Take 2 bei sinkenden Umsätzen mehr Geld verloren. Der Umsatz lag bei 240,2 Millionen Dollar, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 277,3 Millionen Dollar gewesen. Der aktuelle Quartalsverlust lag bei 38,0 Millionen Dollar (Vorjahr: 21,5 Millionen Dollar). Die Firmenleitung erklärte den gestiegenen Verlust damit, dass im aktuell abgelaufenen Quartal weniger Hittitel als im Vorjahr erschienen wären.

Gleichzeitig kündigte Chairman Zelnick Investitionen in die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens an. So kauft Take 2 das tschechische Entwicklerstudio Illusion Softworks, das bereits Erfolgstitel wie Mafia und Vietcong produziert hat. Derzeit arbeitet das frisch in 2K Czech umbenannte Team an Mafia 2. Außerdem bestätigte Zelnick, dass der potenzielle Blockbuster GTA 4 weltweit am 29. April 2008 erscheint; über die Ankündigung von Bioshock 2 hat Golem.de bereits berichtet. Der Release von Borderlands – einem Actionspiel für PC und Konsolen, das Gearbox entwickelt – verschiebt sich auf Ende 2009.

Erst zu Wochenbeginn musste Take 2 einen Rückschlag im Kampf gegen EA in Kauf nehmen, als sich zwei institutionelle Anleger von einem Großteil ihrer Take-2-Aktien getrennt hatten. Laut diverser Nachrichtenagenturen reduzierte Oppenheimer Funds, der bislang wichtigste Investor, seinen Take-2-Anteil von 23 auf 11,5 Prozent. Die Beteiligungsgesellschaft FRM LLC hat ihren Anteil sogar von 14,7 auf 2,75 Prozent gesenkt. Solche Verkäufe nehmen vielen Aktionären die Hoffnung, dass die Kurse auch ohne EA steigen. Das erhöht die Chance des Konzerns, mit seinem Übernahmeangebot durchzukommen.

Inzwischen sorgt Take 2 vor. Falls EA seine Pläne umsetzt, haben leitende Angestellte im Falle einer übernahmebedingten Kündigung nun ein Recht auf 18 Monatsgehälter Abfindung, einfache Angestellte immerhin auf sechs Monatsgehälter.


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