Japan untersucht Akku-Problem beim iPod nano
Das japanische Handels- und Wirtschaftsministerium untersucht angeblich einen Defekt des Lithium-Ionen-Akkus des iPod nano mit der Modellnummer MA099J/A, berichtet die Nachrichtenagentur AP(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Beamten des Ministeriums, der angibt, mit dem Fall vertraut zu sein. Demnach trat das Problem im Januar 2008 erstmals in Kanagawa, südwestlich von Tokio, auf. Apple soll das zuständige Ministerium in Japan im März 2008 unterrichtet haben, so AP. Soweit bekannt ist, soll bislang niemand verletzt worden sein.
Der iPod wird weltweit verkauft, derzeit ist allerdings nicht klar, ob nur iPod nanos oder auch andere Modelle betroffen sind. Die defekten iPod nanos wurden in China produziert. Woher der im Gerät integrierte Lithium-Ionen-Akku stammt, ist derzeit noch unklar, sagte der Beamte laut AP. Nach Angaben des Ministeriums sollen zwischen September 2005 und September 2006 etwa 425.000 Geräte des verdächtigten Modells in Japan ausgeliefert worden sein. Unklar ist, wie viele davon verkauft wurden und wie viele noch in den Läden liegen. Apple hat die Aussage der japanischen Regierung nicht bestritten, wollte zu der Angelegenheit jedoch keinen Kommentar abgeben.
Probleme mit überhitzten Akkus sind nicht neu: In den USA soll im Oktober 2007 ein älteres Modell des iPod nano in der Hosentasche seines Benutzers in Brand geraten sein, weil der Akku explodierte. Und verschiedene Laptophersteller mussten im Herbst 2006 mindestens 6,8 Millionen von Sony produzierte Akkus wegen möglicher Überhitzung in Laptops austauschen.
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