Neues RHEL-Update als Beta-Version
Die neue Beta-Version enthält einige Verbesserungen an der Virtualisierungssoftware, deren Basis nun Xen 3.1.2 bildet. Ab sofort können bis zu 64 Prozessoren und bis zu 512 GByte Arbeitsspeicher in einem System verwendet werden. Bei paravirtualisierten Gästen ist die Anzahl der Netzwerkschnittstellen darüber hinaus nicht mehr auf drei beschränkt. Neben allgemeinen Leistungsverbesserungen sollen auch die Xen-Kernel in der neuen Version die Taktfrequenz unterstützter Prozessoren herunterregeln können, um so bei Bedarf Energie zu sparen. Durch Änderungen an der Virtualisierungsmanagement-Bibliothek Libvirt können zudem virtuelle Maschinen, die auf einem anderen Rechner laufen, verwaltet werden.
Weitere Verbesserungen gibt es laut Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) bei den Energiesparoptionen auf Desktops und Notebooks. Für den Einsatz auf dieser Rechnerklasse wurde auch Software aktualisiert: enthalten sind nun Evolution 2.12.3, Firefox 3, OpenOffice.org 2.3 und Thunderbird 2.
Passwörter können nun auf Wunsch mit SHA-256 und SHA-512 verschlüsselt werden und die IPv6-Implementierung soll sich nun genauer an den Standard halten. Ebenfalls enthalten sind nun ein DHCPv6-Client und -Server. Zusätzlich hat Red Hat auch einige als "Technology Preview" gekennzeichnete Updates integriert, darunter die Möglichkeit, 32-Bit-Gäste paravirtualisiert auf 64-Bit-Hosts laufen zu lassen. Für diese Technology Previews gibt es jedoch keinen Support.
Die verschiedenen Editionen der RHEL-5.2-Beta stehen ab sofort über das Red Hat Network(öffnet im neuen Fenster) für Abonnenten zum Download bereit. Für Testwillige empfiehlt Red Hat eine Neuinstallation, da bei einem Update nicht garantiert werden könne, dass alle Einstellungen korrekt übernommen werden bzw. erhalten bleiben. Noch bis zum 7. Mai 2008 soll die Beta-Phase dauern.



