Wissenschaftler entwickeln automatischen Psychologen
Das Programm ist eine Art Trainer für Leute, die Rat suchen. Dafür können sie bei dem digitalen Psychologen(öffnet im neuen Fenster) einstündige Sitzungen buchen. Wie seine beiden Schöpfer Jaap Hollander and Jeffrey Wijnberg beteuern, stecke dahinter kein echter Psychologe. Eine solche Sitzung kostet 4,95 Euro, die Therapiesprache ist Englisch.
Der Mindmentor wendet dabei verschiedene Methoden aus der Psychotherapie an, darunter auch Neurolinguistische Programmierung (NLP). Am besten sei der Therapie-Bot darin, Probleme mit Stress, in der Familie, in der Beziehung, am Arbeitsplatz, mit der Motivation oder mit Schlaflosigkeit lösen zu helfen, sagen die Initiatoren Hollander und Wijnberg.
Dabei sei er recht effektiv. 2006 befragten die beide Psychologen 1.600 Patienten nach ihren Erfahrungen mit der damaligen Version des Mindmentors, die deutlich einfacher war als die aktuelle. Sie sollten auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent angeben, inwieweit ihr Problem gelöst sei. Das durchschnittliche Ergebnis sei dabei 47 Prozent gewesen, sagte Holland. Jeder menschliche Psychologe wäre stolz auf ein solches Ergebnis, besonders nach nur einer Sitzung.
Ganz neu ist die Idee mit dem digitalen Psychologen übrigens nicht: Der kürzlich verstorbene Computerpionier Joseph Weizenbaum hat bereits in den 60er-Jahren ein Programm geschrieben, das eine Therapiesitzung mit einem Psychologen simuliert.
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