Abo
  • Services:

Bochum: Nokia muss 59 Millionen Euro zurückzahlen

Finnen haben Arbeitsplatzzusagen angeblich nicht eingehalten

Die nordrhein-westfälische Landesregierung fordert von Nokia 59 Millionen Euro an Subventionszahlungen von dem Handyhersteller zurück. Der Vorwurf lautet, dass die Finnen gegen Subventionsauflagen verstoßen und nicht die vereinbarte Zahl von Arbeitsplätzen in dem Bochumer Werk geschaffen haben.

Artikel veröffentlicht am ,

Entsprechende Vorwürfe wurden bereits Anfang Februar 2008 bekannt und seitdem habe die Landesregierung diese entsprechend geprüft. Nokia zeigte sich sehr überrascht über diese Anschuldigungen und wies diese zurück. Nach Ansicht der Finnen seien die Arbeitsplatzzusagen eingehalten worden, an welche die Subventionszahlungen gekoppelt sind.

Stellenmarkt
  1. Raffinerie Heide GmbH, Hemmingstedt
  2. ElringKlinger AG, Dettingen an der Erms

Wie das Handelsblatt aus Kreisen der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen erfahren hat, wird Nokia nun direkt aufgefordert, die Beihilfen in Höhe von 41 Millionen Euro samt Zinsen zurückzuzahlen. Die Zinsen belaufen sich auf etwa 18 Millionen Euro, so dass sich eine Gesamtsumme von 59 Millionen Euro ergibt. Ein entsprechendes Schreiben von der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) soll am heutigen 11. März 2008 herausgehen.

In dem Schreiben wird Nokia ein Ultimatum gestellt: Falls die Finnen die geforderte Summe nicht bis Ende März 2008 zahlen, werde das Land den Konzern verklagen, hieß es in Regierungskreisen. Es sei den Finnen nicht gelungen, stichhaltige Argumente zu liefern, dass die Beihilfen zu Recht geflossen sind.

Nokia hatte im Januar 2008 angekündigt, das Werk in Bochum zu schließen und die Produktion ins rumänische Cluj zu verlagern. Damit wurden bei Beschäftigten, in der Politik sowie bei Verbrauchern zum Teil heftige Proteste ausgelöst. Fast zeitgleich mit der Bekanntgabe der Werksschließung in Bochum verkündete der unangefochtene Marktführer einen Jahresgewinn von 7,2 Milliarden Euro.

Zunächst hatten Betriebsrat und Politik versucht, Nokia zumindest teilweise in Bochum zu halten. Doch Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo rückte nicht von seinen Plänen ab. In einem Förderbescheid aus dem November 1999 heißt es laut dem Handelsblatt: "Wir weisen darauf hin, dass der Zuschuss bei einer gegenüber den Antragsangaben veränderten Anzahl neu geschaffener oder besetzter Dauerarbeitsplätze/Ausbildungsplätze ganz oder teilweise zurückgefordert werden kann."

Demnach hätte Nokia 2.860 Dauerarbeitsplätze schaffen müssen, es aber nur auf 2.300 feste Stellen gebracht. Die Finnen argumentieren damit, dass durchschnittlich sogar 3.200 Menschen in Bochum gearbeitet haben. Die Landesregierung wirft Nokia vor, in diese Rechnung Zeitarbeitskräfte sowie Mitarbeiter anderer Firmen eingerechnet zu haben. Tatsächlich hätten die Finnen demnach nur 2.300 Dauerarbeitsplätze bereitgestellt und müssten die gezahlten Subventionen somit wieder zurückzahlen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 45,95€
  2. 4,99€
  3. (-67%) 9,99€
  4. (-34%) 22,99€

Jay Äm 16. Mär 2008

Da kann eine Milliarde zusammenkommen? Sieben davon haben sie alleine im letzten Jahr...

Devon J. 14. Mär 2008

Weiss ja nicht wieviele Personen nun wirklich entlassen wurden, steht ja überall eine...

Wurstnase 12. Mär 2008

Momentan isses leider eher so, daß sich die Wirtschaft vom Staat alles gefallen lassen muß.

gutso! 11. Mär 2008

ich versteh´s ja vielleicht noch wenn man nen standort schließt der verlust macht, aber...

fh383 11. Mär 2008

unternehmen die nur existieren und expandieren können/wollen wenn sie subventionen...


Folgen Sie uns
       


Asus Zenbook Pro 14 - Test

Das Touchpad des Asus Zenbook Pro 14 ist ein kleiner Bildschirm. Hört sich nutzlos an, hat uns aber dennoch im Test überzeugt.

Asus Zenbook Pro 14 - Test Video aufrufen
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer: Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer
"Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Wenn man im Game durch die weite Steppe reitet, auf Renaissance-Hausdächern kämpft oder stundenlang Rätsel löst, fragt man sich manchmal, wer das alles in Code geschrieben hat. Ein Spieleprogrammierer von Ubisoft sagt: Wer in dem Traumjob arbeiten will, braucht vor allem Geduld.
Von Maja Hoock

  1. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  2. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel
  3. IT-Jobs Ein Jahr als Freelancer

Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert
Ottobock
Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert

Es verleiht zwar keine Superkräfte. Bei der Arbeit in unbequemer Haltung zum Beispiel mit dem Akkuschrauber unterstützt das Exoskelett Paexo von Ottobock aber gut, wie wir herausgefunden haben. Exoskelette mit aktiver Unterstützung sind in der Entwicklung.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta


    Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
    Radeon VII im Test
    Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

    Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
    2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
    3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

      •  /