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Microsoft setzt auf digitale Distribution von PC-Spielen

"Games for Windows" soll künftig den Onlinevertrieb ermöglichen

Der Markt für den Onlinevertrieb von Computerspielen ist zunehmend hart umkämpft - demnächst auch von Microsoft. Kevin Unangst, Chef von "Games for Windows", legt nun die Karten auf den Tisch: Künftig will auch der Softwarekonzern PC-Spiele per Download verkaufen.

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Microsoft möchte den "Games for Windows Live"-Service weiter ausbauen - und dazu gehört künftig auch die digitale Distribution von PC-Spielen, sagt Kevin Unangst, Senior Global Director Games for Windows bei Microsoft. Im Interview mit dem britischen Gaming-Portal Eurogamer verkündete Unangst jetzt, dass entsprechende Pläne definitiv umgesetzt werden; einen Zeitrahmen nennt er allerdings noch nicht.

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"Games for Windows Live" ist das PC-Gegenstück zum bereits länger etablierten "Xbox Live"-Dienst, mit dem Microsoft seine Konsolenkundschaft an sich bindet. Die kann schon länger kostenpflichtige Spiele über den Service laden - allerdings handelt es sich dabei überwiegend um preisgünstige Casual- oder Arcade-Titel.

Digitale Distribution von PC-Spielen ist derzeit eines der großen Themen in der Spielebranche. Marktführer ist der von Valve Software betriebene Dienst Steam. Der ist zwar bei vielen Spielern unbeliebt, weil der Client bei der Installation von Valve-Titeln wie Half-Life 2 oder Portal zwangsweise mit auf den Rechner geschaufelt wird und beim Betrieb der Titel im Hintergrund laufen muss. Das rigide Vorgehen hat Valve mittlerweile aber angeblich 15 Millionen registrierte Kunden eingebracht - die längst auch Blockbuster wie "Call of Duty 4" oder Bioshock online kaufen können. Das Angebot boomt: In der letzten Weihnachtssaison legte Steam gegenüber dem Vorjahr um 158 Prozent zu. "Die Tage, in denen wir Angst verbreitet haben, sind so gut wie vorbei", sagt Doug Lombardi, Vize-Marketingchef bei Valve, im Gespräch mit dem Magazin Gamasutra: "Wir sind jetzt ein größerer Posten in den Launch-Planungen der Macher."

Hierzulande kämpfen auch die Telekom-Tochter Gamesload und das französische Unternehmen Metaboli um Onlinekäufer. Während die digitale Distribution bis vor kurzem noch weit hinten in der Vermarktungskette angesiedelt war, erscheinen derzeit immer mehr Spiele im Onlineshop ohne oder nur mit kurzer Verzögerung gegenüber dem stationären Einzelhandel.

Auch für deutsche Publisher gewinnt die digitale Distribution an Bedeutung: "Bei einigen unserer Titel wie 'Speedball 2' oder '18 Wheels of Steel Haulin' haben die digitalen Verkaufszahlen inzwischen die Verkaufszahlen des stationären Handels erreicht oder sogar übertroffen", sagt etwa Fréderic Bichat, Geschäftsführer der Berliner FIP Publishing GmbH, gegenüber Golem.de. "Für uns als Publisher bietet der digitale Vertrieb darüber hinaus besondere Vorteile wie die spürbare Vereinfachung der weltweiten Distribution, geringere Produktionskosten und die Möglichkeit, individualisierte Produktversionen als Marketing-Tools einzusetzen."



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zweifel 11. Mär 2008

ebend! so guenstig ist steam auch wieder nicht. ich weiß beim besten Willen nicht wie...

Richtigsteller 11. Mär 2008

Das ist falsch bzw. komplett verdreht. Games for Windows ist afaik ein label, unter dem...

Andreas Heitmann 10. Mär 2008

Nachteil: Man kann die besten Stellen nicht mehr ankreuzen ...

Painy187 10. Mär 2008

"Das rigide Vorgehen hat Valve mittlerweile aber angeblich 15 Millionen registrierte...


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