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Sun: DRM + CC + Fair Use = DReaM

Vorschläge für Einsatz von Suns Open-Source-DRM

Aus den Forschungslaboren von Sun Microsystems kommen zwei neue Vorschläge, digitales Rechtemanagement (DRM) mit Creative-Commons-Lizenzen und urheberrechtlichen Ausnahmebestimmungen unter einen Hut zu bringen.

Die Musikindustrie hat aufgegeben, die Hörbuchverlage geben auf - Sun macht weiter mit DRM. "DReaM" ist SUNs Open-Source-DRM-System, das bisher keine nennenswerte Verbreitung gefunden hat. Ob zwei Vorschläge aus den Sun Labs zum Einsatz von DReaM daran etwas ändern werden, scheint fraglich.

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Der erste Vorschlag sieht vor, DReaM und Creative-Commons-Lizenzen zu verknüpfen. In dem Aufsatz "DReaM-MMI Profile for Creative Commons Licenses" erklären die aus unerfindlichen Gründen ungenannt bleibenden Autoren, wie man DReaM im Hinblick auf CC-Lizenzen einsetzen könnte: "Da gibt es zwei Möglichkeiten der Unterstützung: Benachrichtigung und Durchsetzung. Im Geiste von Creative Commons wird die DReaM-Unterstützung auf Benachrichtigung beschränkt und schließt Durchsetzung nicht mit ein." Beschrieben wird ein Client-Server-Protokoll, das die in der CC-Lizenz enthaltenen Nutzungsbeschränkungen - "nicht für kommerzielle Nutzung" oder "keine Bearbeitung" - beim Zugriff auf Dateien umsetzt, die auf einem Server gespeichert sind. Der Aufsatz enthält kein Beispiel für einen konkreten Einsatz des vorgeschlagenen Protokolls.

Im zweiten Vorschlag - "Support for Fair Use with Project DReaM" - diskutieren die Sun-Forscher die Verbindung von DRM und urheberrechtlichen Ausnahmebestimmungen. "Fair Use" ist im angloamerikanischen Urheberrechtssystem das Pendant zu den Schrankenbestimmungen des kontinentaleuropäischen Systems. Kurz gesagt geht es dabei um die urheberrechtlichen Ausnahmebestimmungen für verschiedene Zwecke, beispielsweise für Zitate oder die Privatkopie. Von Urheberrechtsaktivisten in aller Welt ist in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert worden, dass gängige DRM-Systeme keine Rücksicht auf solche Ausnahmebestimmungen nehmen würden. Wissenschaftler sind sogar überzeugt davon, dass sich ein Konzept wie "Fair Use" grundsätzlich nicht in Technik abbilden ließe. Versuchen sich die Sun-Forscher also an der Quadratur des Kreises?

Den Forschern ist das Problem bewusst: "Im Hinblick auf die US-Rechtsprechung unternimmt DReaM keinen Versuch, die rechtlichen Regeln für Fair Use durchzusetzen. Das ist zum Teil dem Umstand geschuldet, dass sich Fair Use schwer definieren lässt und seine Auslegung stark von den konkreten Umständen abhängt. Am Ende bleibt es immer den Gerichten überlassen, zu entscheiden, was Fair Use ist." Daraus ziehen die Forscher die (keineswegs neue) Schlussfolgerung: "Wenn wir Fair Use angemessen unterstützen wollen, müssen wir uns auf das Urteilsvermögen der Nutzer verlassen." Die Forscher legen anschließend dar, wie das mit DReaM zu bewerkstelligen sei. Anonymes Fair Use, Verfolgung von Inhalten bei der Nutzung ("tracking") und die Unterstützung von Rechteinhabern bei der Identifizierung von Nutzern ("auditing") sollen es möglich machen.

Alles in allem hinterlässt der Vorschlag den Eindruck, Sun möchte sich ein größeres Stück vom Kuchen mit Lizenzierungsdienstleistungen abschneiden. Es bleibt die Frage nach dem Kuchen, wenn immer mehr Rechteinhaber ganz auf DRM verzichten. [von Robert A. Gehring]


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N!Ce 11. Mär 2008

:D

ilol 11. Mär 2008

Dann mach mal die Augen auf und schau dir den iTunes-Store an.... Musik/Videos + DRM...

Sir Jective 10. Mär 2008

Ich würde sagen, "Fair Use" geht technisch gesehen mit jeder Form von digitalen Daten...

nixx 10. Mär 2008

das ganze System kann nicht funktionieren warum? Nun dann schaut Euch mal diesen...

Häns 10. Mär 2008

Als CC-veröffentlichender Musiker bin ich ja auf das Fair-Use angewiesen. Ich bin kein...



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