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Gnome-Gründer kritisiert Novell

De Icaza: "Wir hätten bei der Open-Source-Community bleiben sollen". Als Microsoft und Novell im November 2006 ihre Zusammenarbeit bekanntgaben, hagelte es auch Kritik aus den Reihen des Linux-Anbieters selbst. Nun hat auch der bei Novell arbeitende Gnome-Gründer Miguel de Icaza das Abkommen zwischen den beiden Unternehmen kritisiert. Bisher galt de Icaza eher als Verfechter des Paktes.
/ Julius Stiebert
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De Icaza äußerte seine Kritik auf der Konferenz MIX 08 nach einer Podiumsdiskussion, berichtet The Industry Standard(öffnet im neuen Fenster). Novell habe das Beste getan, um eine Balance aus Open-Source-Interessen und Patentschutz zu erreichen. Hätte er jedoch seinen Weg durchsetzen könne, so wäre Novell eine reine Open-Source-Firma geblieben und hätte den Vertrag mit Microsoft nicht geschlossen, so de Icaza. Er sei mit der Einigung über eine Zusammenarbeit nicht glücklich, doch die Entscheidung hätten Leute über ihm in der Firma getroffen.

Diese Stellungnahme gab de Icaza laut Industry Standard ab, nachdem er Fragen zu Moonlight – seiner Open-Source-Implementierung von Microsofts Silverlight – erhalten hatte. Er erläutere währenddessen, dass jeder, der Moonlight von Novell herunterlädt, vor Patentklagen geschützt ist. Wer Moonlight jedoch weiterverbreiten wolle, müsse darüber mit Microsoft sprechen. Dies führte zu einem Schlagabtausch mit Mozillas Vice President of Engineering, Mike Schroepfer, der zur Unterscheidung zwischen freier und patentbelasteter Software ermahnte.

Bisher galt Gnome- und Mono-Erfinder Miguel de Icaza immer als Verfechter des Vertrages zwischen Microsoft und Novell, der unter anderem einen Schutz vor Patentklagen enthält. Doch auch nach den kritischen Worten verteidigte er seinen Arbeitgeber und gab zu bedenken, dass Novell bei weitem nicht die einzige Firma sei, die Patentverträge geschlossen habe.


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