Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Brennerstudie: Rückgang von illegalen Musikdownloads

Deutsche laden seltener Musik aus Tauschbörsen. Nach einer bislang unveröffentlichten Studie im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie laden die Deutschen weniger häufig illegal Musik aus dem Internet herunter als im Jahr zuvor. Der Studie zufolge sollen im vergangenen Jahr 312 Millionen Songs unrechtmäßig heruntergeladen worden sein – 2006 waren es noch 374 Millionen Titel. Den leichten Rückgang nimmt die Musikindustrie zum Anlass, ihre repressiven Maßnahmen zu verteidigen. In Zukunft will man die Provider mehr in die Verantwortung nehmen.
/ Andreas Donath
45 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die noch unveröffentlichte Brennerstudie, aus der der Spiegel zitiert, geht weiter davon aus, dass jeder zweite Deutsche regelmäßig CDs oder DVDs brennt. Daran ist allerdings nicht von vornherein etwas Verbotenes – das Recht auf Privatkopie besteht weiterhin. Nur einen wirksamen Kopierschutz darf man dafür nicht überwinden. Die Zahl gebrannter Rohlinge sank aber von 766 Millionen 2006 auf 685 Millionen.

Erstmals sollen 2007 laut Studie mehr Menschen legale Angebote für den Musik-Download als illegale genutzt haben. Doch trotz aller Versuche der Plattenfirmen, den Musikklau einzudämmen, ist noch immer etwa zehnmal mehr gestohlene Musik im Umlauf als rechtmäßig erworbene, so der Studientenor.

"Unser Ziel ist es, die Internetpiraterie auf ein tolerables Maß zu reduzieren. Dabei setzen wir neben individueller Rechtsverfolgung vor allem auf mehr Verantwortung bei den Providern", sagte Dieter Gorny, Vorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie dem Spiegel. Wie das bei der aktuellen Gesetzeslage konkret erfolgen soll, ist derzeit nicht bekannt.


Relevante Themen