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Die Zukunft der MMOGs - laut Blizzard, Bioware & Co.

Jack Emmert, Cryptic
Jack Emmert, Cryptic
Während bis zu diesem Zeitpunkt die Diskussion sehr höflich ablief, erhitzten sich beim nächsten Thema einige Gemüter. Die fünf Insider erörterten, was das Bezahlmodell der Zukunft sei. Jack Emmert: "Dass aktuell ständig Micropayment als Wundermittel bezeichnet wird, ist der größte Nonsens aller Zeiten! Ich habe ein Abo fürs Kabelfernsehen, ich habe ein Abo für meinen Internetanschluss, ich habe ein Abo für mein Mobiltelefon. Ich will einmal zahlen und mich dann nicht mehr darum kümmern müssen!" Ja, Micropayment sei ein mögliches Business-Modell, aber auf gar keinen Fall der Trend der Zukunft. "Free to Play bedeutet, dass nur 5 bis 10 Prozent der eigenen User überhaupt für Umsätze sorgen, indem sie mal einen Gegenstand kaufen! Wer darauf wettet, schickt besser gleich eine Massen-E-Mail los, in der er um einen Dollar bittet!"

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Matt Miller erklärte, dass gerade die Publisher sehr gerne die Rechnung "X Abonnenten mal Y Dollar" anstellten. Dies sei nötig, um vorausplanen zu können. Wer sich wie Guild Wars nur auf Add-on-Verkäufe oder wie Maple Story nur auf optionale Bezahl-Items verlasse, hätte ständig die bange Frage im Hinterkopf: "Und was, wenn nächsten Monat niemand etwas kauft?"

Ray Muzyka hält Kleinsttransaktionen für ein valides Geschäftsmodell - aber nur, wenn man ein Spiel besitze, das zu diesem Modell passt und bei dem die Spieler die Zusatzinhalte auch wirklich von sich aus wollen. Genau dieser Strategie folge Nexon, fügte Min Kim hinzu: "Wir waren 1999 die Pioniere des Micropayment. Damals waren unsere Umsätze verschwindend gering, doch heute sind wir in Korea und in Asien allgemein größer als nc soft!" Der Markt sei über die Core Gamer hinausgewachsen, Maple Story richte sich an den gleichen Massenmarkt wie etwa legale Musikdownloads. Bei Abonnements sei jedem bekannt, dass Hardcore-Spieler eher zu wenig und Gelegenheitsspieler eher zu viel für das von ihnen Genutzte bezahlen. So sei das auch bei Micropayment-MMOGs: "Manche unserer Spieler zahlen tatsächlich gar nichts, dafür geben andere pro Monat 100 Dollar oder mehr aus."

Rob Pardo sieht bei den Bezahlphilosophien eine deutliche Spaltung zwischen östlichen und westlichen Märkten. "In Asien ist Micropayment das dominante Modell. Darum haben wir uns dort anfangs mit WoW sehr schwergetan." Man solle aber bloß nicht das Spieldesign ändern, nur damit es in Asien funktioniere. "Obwohl, wenn wir uns morgen dazu entscheiden würden, selbst Gold zu verkaufen, wäre das eine ziemlich schöne Profitquelle", scherzte der Blizzard-Vice-President. Man dürfe nicht glauben, dass das Bezahlsystem ein erfolgreiches Spiel ausmache. Selbstverständlich müsse man erst ein tolles Spiel haben und dann das dafür passende Bezahlsystem suchen.

Was viele nicht wissen: In Asien zählt World of Warcraft in den meisten Märkten nur zur Top 3 der MMOGs, hat also nicht die fast monopolistische Stellung wie im Westen. Außerdem wird es dort nicht im Abonnementmodell gespielt. Stattdessen zahlen die oft von Internetcafés aus teilnehmenden Spieler pro Zeiteinheit kleine Beträge. Die ca. 3,5 Millionen Asiaten, die in den offiziell verkündeten 10 Millionen WoW-Abonnenten weltweit enthalten sind, müssen sich laut Blizzards Definition nur mindestens einmal in den letzten 30 Tagen eingeloggt haben, um zu zählen - was eine weniger harte Währung darstellt als die restlichen 6,5 Millionen Abonnenten, die sich entweder in ihrem Freimonat nach Kauf des Programms oder in einem aktiven Abonnement befinden müssen.

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rappelz.de 21. Sep 2008

sehe ich genauso, jeder hat seinen Favorit, deshalb muss man aber andere nicht schlecht...

Entglitten 19. Mär 2008

Entgleist mal bitte nicht immer so mental.

Sharra 18. Mär 2008

Es geht nicht um die Möglichkeit des anschließens. Selbst die PS2 hatte soweit ich mich...

ZZZzzzZZZ 18. Mär 2008

gibts denn nicht inzwischen spannendere themen ... is doch schon uralt der bericht

Der Schlichter 17. Mär 2008

baut euch einfach alle nen WoW Char und habt Spass. wegen mir auch HDRO, aber finger weg...


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