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Die Zukunft der MMOGs - laut Blizzard, Bioware & Co.

Der nächste Themenkomplex drehte sich um die Frage, ob MMOGs mittlerweile wirklich die Konsolen erreicht haben - und ob man in Zukunft für Konsolen oder zumindest plattformübergreifend programmieren muss, wenn man Erfolg mit einem Massively-Multiplayer-Onlinespiel haben will. Jack Emmert vertrat eine bedingungslose Pro-Konsolen-Haltung: Sony, Microsoft und Nintendo wollen seiner Meinung nach eine einzige "Kiste" (natürlich ihre eigene Konsole) in den Wohnungen platzieren, die schlichtweg alles übernehme, was mit Medienkonsum zu tun habe. Dazu gehörten selbstverständlich auch MMOGs. Dann fügte er unter lautem Gelächter des Publikums hinzu: "Aber ich möchte jedem hier, inklusive Blizzard, ausdrücklich davon abraten, ein Konsolen-MMOG zu entwickeln. Das ist nämlich furchtbar schwierig!" - Emmert will den kommenden Markt für sich alleine haben.

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Matt Miller, nc Soft
Matt Miller, nc Soft
Sein Kollege Matt Miller pflichtete ihm bei und vertrat zudem die Ansicht, die installierte Gerätebasis sei auf Konsole viel größer als im PC-Sektor. Eine wenig überzeugende Theorie, der Rob Pardo prompt widersprach: "Es gibt sehr viel mehr Leute in der Welt mit einem PC als mit einer Xbox 360. Wenn man sich webbasierte Onlinespiele wie Club Penguin oder Runescape anschaut, dann haben die eine potenzielle Zielgruppe, die in die Hunderte von Millionen geht!" Darum würden auch MMOGs nicht vom PC zur Konsole abwandern.

Ray Muzyka, der mit Bioware immerhin eines der erfolgreichsten Xbox-360-Spiele des Jahres 2007 verantwortet hat (Mass Effect), äußerte sich ebenfalls eher konsolenskeptisch: "Für uns ist es nicht notwendig, ein MMOG im Konsolenmarkt zu machen. Der PC-Markt ist riesig, hat eine große Community und eine offene Plattform." Die Entscheidung hänge aber auch vom Genre ab: Ein Sport-MMOG sei vielleicht besser auf Konsole aufgehoben. Und wer einen ganz breiten Ansatz verfolge, der könne auch über ein plattformübergreifendes MMOG nachdenken. Vielleicht lohne es sich dann, die zusätzlichen Mühen in Kauf zu nehmen, die längst nicht nur technischer, sondern auch ökonomischer Natur seien: "Plötzlich musst du dich mit den Konsolenherstellern auseinandersetzen."

Min Kim, Nexon
Min Kim, Nexon
Min Kim verriet, dass Nexon bereits mit einer Version von Maple Story für Xbox 360 experimentiert habe. "Doch wir setzen auf den Massenmarkt, und da führt kein Weg am PC vorbei. Konsolenspieler sind eine andere Klientel, und nicht unbedingt diejenige, die wir hauptsächlich ansprechen wollen." Damit Geschäftsmodelle wie das von Maple Story auf Konsole funktionieren könnten, müssten zunächst einmal die Konsolenhersteller die nötige Infrastruktur bereitstellen: "Unser Client muss beispielsweise absolut kostenlos downloadbar sein, sonst funktioniert das ganze Prinzip nicht."

WoW-Lead-Designer Rob Pardo betonte, dass man zunächst die Idee zu einem tollen Spiel aushecken solle, bevor man über die passende Plattform dafür nachdenke. Für die bisherigen Blizzard-Spiele sei der PC schlicht die beste Wahl gewesen. Gerade Echtzeit-Strategie sei aus Steuerungsgründen auf Konsole nicht gut umsetzbar. Pardo fuhr fort: "Auch die Art von MMOGs, mit der wir uns zurzeit beschäftigen, funktioniert einfach auf dem PC am besten." Dies schließe aber nicht aus, dass es von Blizzard auch ein Konsolen-MMOG geben werde (die Gerüchte, WoW werde bald für Xbox 360 erscheinen, waren auch auf der GDC wieder zu hören).

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rappelz.de 21. Sep 2008

sehe ich genauso, jeder hat seinen Favorit, deshalb muss man aber andere nicht schlecht...

Entglitten 19. Mär 2008

Entgleist mal bitte nicht immer so mental.

Sharra 18. Mär 2008

Es geht nicht um die Möglichkeit des anschließens. Selbst die PS2 hatte soweit ich mich...

ZZZzzzZZZ 18. Mär 2008

gibts denn nicht inzwischen spannendere themen ... is doch schon uralt der bericht

Der Schlichter 17. Mär 2008

baut euch einfach alle nen WoW Char und habt Spass. wegen mir auch HDRO, aber finger weg...


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