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Netgear vernetzt auch per UMTS, Polymer- und Koaxialkabel

Neue Geräte auf der CeBIT 2008. Neben seiner neuen 802.11n-Hardware zeigte Netgear auf der CeBIT 2008 auch einige noch nicht im Vorfeld angekündigte Netzwerkprodukte. Darunter auch ein UMTS-Modem-Router, ein Femtocell-Router für Mini-Handy-Netzwerke, Geräte, die Daten auch für Koaxialkabel senden (MoCA), und ein "Plastic Optical Fiber Ethernet Adapter", der größere Kabellängen als ein Ethernet-Kabel erlaubt.
/ Christian Klaß
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Das "Mobile Broadband Modem" von Netgear trägt die Modellbezeichnung "MBM621" und integriert bereits ein UMTS-Modem. Eine SIM-Karte vom jeweiligen Mobilfunkbetreiber lässt sich auf der Rückseite einschieben. An der Rückseite findet sich auch eine Ethernet-Schnittstelle, um das Gerät beispielsweise an das Notebook oder auch an das Heimnetz anzuschließen – als Alternative zur DSL-Vernetzung. Allerdings beschränkt sich Netgear bei diesem ersten, mittlerweile in die Produktion gegangenen Modell noch auf HSDPA, das für schnellere Uploads nötige HSUPA wird noch nicht unterstützt. Voraussichtlich wird das Mobile Broadband Modem nicht nur Providern, sondern auch Endkunden direkt angeboten. Einen Endkundenpreis konnte Netgear auf der CeBIT auf Nachfrage jedoch noch nicht nennen.

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Wer bei der Heim- oder Bürovernetzung größere Strecken überbrücken muss, als mit Ethernet möglich ist, dem will Netgear in Zukunft den Plastic Optical Fiber Ethernet Adapter "POF101" als Lösung anbieten. Das beiliegende flexible Polymer-Kabel kann selbst gekürzt werden und die Übertragung zwischen den beiden Adaptern erfolgt mit 100 MBit/s. Nur geknickt werden dürfen die Kabel nicht, da sie sonst brechen. Ab wann es mit der Auslieferung losgeht und wie viel für ein Adapterpärchen gezahlt werden muss, war ebenfalls noch nicht in Erfahrung zu bringen. Die Telekom bot ihren T-Home-Kunden bereits ein ähnliches Produkt, nahm es aber wieder aus dem Angebot – Netgear zufolge steigt die Nachfrage nach dieser Art der Ethernet-Verlängerung gerade erst an, zuvor sei das Interesse der Kunden eher gering gewesen.

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Ebenfalls gezeigt wurden MoCA-kompatible Produkte, die eine Vernetzung über bestehende Koaxialkabel ermöglicht. Das Kürzel MoCA steht für die Multimedia over Coax Alliance. Mit deren Vernetzungstechnik können etwa schon für Satellitenfernsehen gelegte Koaxialkabel einfach für die Heimvernetzung mitgenutzt werden – die Übertragungsgeschwindigkeit liegt auch hier bei 100 MBit/s (MoCA 1.1). Auf der CeBIT 2008 ist beispielsweise der WLAN-MoCA-Router WNMR834 zu sehen, der neben WLAN, DSL-Modem und Ethernet-Switch auch zwei Koaxialkabel-Anschlüsse bietet. Auf die andere Seite der Koaxialkabel lässt sich dann etwa eine Ethernet-to-Coax-Bridge wie Netgears "MOE1001" hängen – sie schleift das Koaxialkabel durch und verfügt über eine Ethernet-Schnittstelle. Ab wann Netgear seine MoCA-Produkte ausliefert, bleibt abzuwarten.

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Netgear plant u.a. auch, einen DSL-Router mit Femtocell-Voice-Gateway unter der Modellbezeichnung "DV834GH" auf den Markt zu bringen – nicht direkt, sondern über Mobilfunkanbieter. Mit Femtocell-Technik lassen sich kleine Handy-Mobilfunk-Netze für Bereiche aufbauen, in denen reguläre Handy-Masten nicht in Empfangsreichweite sind – etwa in manchen Gebäuden. Dann können Handy-Telefonate über ein solches Gateway über IP-Netzwerke zur Vermittlungsstelle des Mobilfunkanbieters weitergeleitet werden, über den das Femtocell-Gateway bezogen wurde.


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