UK: Studie zur digitalen Unterhaltung veröffentlicht

Repräsentative Zahlen zur Mediennutzung

Das Marktforschungsunternehmen Entertainment Media Research hat die Ergebnisse einer Studie zur Nutzung von digitalen Unterhaltungsmedien in Großbritannien veröffentlicht. Die Studie wurde im Auftrag der auf Medienrecht spezialisierten Kanzlei Wiggins durchgeführt.

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Insgesamt 1.608 repräsentativ ausgewählte britische Bürger im Alter von 15 bis 54 Jahren wurden für die Studie nach ihrer Mediennutzung befragt. Die Fragen deckten dabei einen weiteren Bereich ab. Es ging um Spielgewohnheiten ebenso wie um die Radionutzung oder illegale Downloads. Die Ergebnisse werden auf insgesamt fast 250 Seiten dargestellt und können kostenlos heruntergeladen werden.

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Bei der Mediennutzung stehen die klassischen Medien Radio, Fernsehen und Literatur ganz oben auf der Liste. Die Schlussplätze belegen Internetchat, Skype und mobile Internetnutzung. Rund ein Drittel der Befragten nutzt aktiv Filesharing, um an Musik zu gelangen. Noch wenig Begeisterung wecken hingegen Onlinepoker, Filme auf Blu-ray Disc und kostenpflichtige Podcasts. Die Aussichten für die aus dem HD-Formatkampf siegreich hervorgegangene Blu-ray Disc sind aber gut: 24 Prozent der Befragten planen, in den nächsten sechs Monaten HD-Filme anzuschauen.

Die Ausstattung der Briten mit Digitalkameras ist erstaunlich gut. Fast drei Viertel der Befragten besitzen eine eigene Digitalkamera. Dabei wurden die in Mobiltelefonen enthaltenen Kameras nicht berücksichtigt. Auch WLAN scheint enorm verbreitet zu sein. Die Hälfte der Befragten gab an, über ein kabelloses Netzwerk im Haushalt zu verfügen.

Auffallend sind die Altersunterschiede bei der Mediennutzung. Während Teenager soziale Netzwerke, Instant Messaging und Onlinespiele per Konsole intensiv nutzen, bevorzugt die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen Radio, Fernsehen und die staatliche Lotterie. Für Teenager hat die Lotterie praktisch jede Bedeutung verloren - nur einer von zehn spielt mit.

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Seit einer Weile kursieren in Großbritannien Vorschläge, die Internetprovider stärker in die Bekämpfung gegen Urheberrechtsverstöße einzubeziehen. Nach französischem Vorbild sollen die Provider ihre Kunden überwachen und bei mutmaßlichen Urheberrechtsverstößen verwarnen oder ihnen gar den Internetzugang kappen. In der Befragung erklärten 70 Prozent, sie würden illegale Download-Aktivitäten einstellen, wenn sie eine Verwarnung vom ISP erhalten würden. Andererseits glauben die meisten Befragten nicht, dass sie erwischt werden. 68 Prozent von ihnen erklärten, sie hielten das für sehr unwahrscheinlich. [von Robert A. Gehring]

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