Verbraucherschützer warnen vor falscher Green-IT
Mit Green-IT würde der Eindruck erweckt, dass es sich um umweltschonende Produkte handelt, kritisieren die Verbraucherschützer. Dies sei jedoch keineswegs der Fall. "Ein paar energieeffizientere Geräte machen noch keinen Sommer", so Cornelia Tausch, Leiterin Fachbereich Wirtschaft des vzbv. Um auf der sicheren Seite zu sein, rät der vzbv, beim Kauf auf das Umweltzeichen Blauer Engel zu achten.
Derzeit sind im Handel 44 Computer, Bildschirme und Tastaturen von insgesamt vier Herstellern mit diesem Gütesiegel erhältlich. Zehn Hersteller bieten außerdem aktuell 102 Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte mit dem Blauen Engel an. Auf der Website des Blauen Engels(öffnet im neuen Fenster) ist dafür eine Suchfunktion eingerichtet worden.
In weiser Voraussicht hatte der Verband schon zur CeBIT 2007 die Branche aufgefordert, die Themen Klimawandel, Ressourcenknappheit und Elektronikschrott stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Die jetzt eingeführten Produkte für "Green-IT" hingegen sorgen für Skepsis bei den Verbraucherschützern. Wer seinen Produkten das Etikett "Green-IT" verpasse, müsse dafür sorgen, dass auch deren Herstellung und Entsorgung klima- und ressourcenschonend erfolgten. Hier müssten die Hersteller noch deutlich nachlegen.
Damit der Verbraucher besser entscheiden kann, welche Produkte er unter Umweltgesichtspunkten bevorzugen sollte, wünscht sich der Verband ein Kennzeichnungssystem für die Energieeffizienz von Unterhaltungselektronik und Bürokommunikation. Außerdem sollten Geräte, die keine Netztrennung erlauben, vom deutschen Markt genommen werden.
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