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Singularity - Microsoft zeigt neues Betriebssystem

Microsoft Research gewährt Blick hinter die Kulissen. Auf seinem alljährlichen TechFest gewährt Microsofts Forschungsabteilung einen Blick hinter die Kulissen und stellt neue Forschungsprojekte vor. Darunter ist in diesem Jahr das "WorldWide Telescope", das Internetnutzern den Blick in fremde Galaxien erlauben soll. Mit Singularity zeigte Microsoft zudem den Prototypen eines neuen Betriebssystems.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit dem Singularity Research Development Kit (RDK) stellte Rashid zudem den Prototypen eines neuen Betriebssystems für die Forschung vor. Der Singularity-Prototyp steht ab sofort unter codeplex.com/singularity(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Er kann im akademischen und nichtkommerziellen Bereich kostenlos genutzt werden. Singularity ist aber keine Vorschau auf die nächste Windows-Generation, es sei eher vergleichbar mit einem Konzeptauto, von Grund auf darauf ausgelegt, neue Ideen und Paradigmen zu testen.

Singularity wurde vollständig in einer erweiterten Variante von C# geschrieben, was Fehler wie Puffer-Überläufe von vornherein ausschließen soll. Zudem setzt Singularity auf sogenannte "Software-Isolated-Processes" (SIPs), um Programme von Systemdiensten abzuschotten. Dabei werden Programme in einzelne Komponenten aufgeteilt, die dann von anderer Software auf dem gleichen System isoliert ausgeführt werden. Dadurch soll das Gesamtsystem fehlertoleranter werden. Die Kommunikation zwischen den einzelnen voneinander abgeschotteten Komponenten soll über sogenannte "Contract-based Channels" abgewickelt werden, ein Ansatz, den Microsofts Forscher dafür entwickelt haben. Eine weitere grundlegende Neuerung sind "Manifest-basierte Programme". Dadurch soll das Betriebssystem mehr über die einzelnen Applikationen in Erfahrung bringen und sicherstellen, dass sich die Programme an gewisse Spielregeln halten, ebenfalls mit dem Ziel, das Gesamtsystem zuverlässiger zu machen.

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Gezeigt wurde auch LucidTouch , ein Touchscreen, der von hinten bedient wird, so dass die Finger den Bildschirminhalt nicht verdecken.

Zum Thema Suche zeigt Microsoft neue Interface-Ideen, darunter CoSearch für Situationen, in denen sich mehrere Personen einen Computer teilen und dazu mehrere Mäuse oder Telefone zur Steuerung nutzen. Eine neue SearchBar soll Menschen helfen, Suchvorgänge fortzusetzen, bei denen sie unterbrochen wurden, und mit SearchTogether sollen mehrere Personen bei der Suche anhand ihrer Suchhistorie zusammenarbeiten können.

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Mit BEE3(öffnet im neuen Fenster) zeigt Rashid zudem eine Hardwareplattform, die es Forschern erlauben soll, mit verschiedenen Computerarchitekturen zu experimentieren, ohne teure Custom-Chips erstellen zu müssen.

Das "WorldWide Telescope" getaufte virtuelle Teleskop soll Internetnutzern einen tiefen Einblick in fremde Galaxien geben und fasst dazu die Bilder verschiedener Teleskope auf der Erde und im Weltall zusammen. Microsofts Chefforscher Rick Rashid spricht von einem "Observatorium für den Schreibtisch" , das es erlaube, den Himmel auf völlig neue Art und Weise zu erkunden.

Technische Basis des WorldWide Telescope ist Microsofts Visual Experience Engine, die die unterschiedlichen Aufnahmen der Teleskope nahtlos zusammenführt. Noch im Frühjahr 2008 will MIcrosoft das WorldWide Telescope unter worldwidetelescope.org(öffnet im neuen Fenster) allgemein zur Verfügung stellen.


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