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Linkspartei fordert Energiekennzeichnung für Computer

Keine Stromaufnahme im ausgeschalteten Zustand. Green-IT und Energieeffizienz sind dieses Jahr wichtige Themen auf der CeBIT. Rechtzeitig zu der Hannoveraner Computermesse haben Abgeordnete der Linkspartei einen Antrag für den Bundestag formuliert. Sie fordern darin eine Kennzeichnungspflicht für Computer über deren Energieverbrauch.
/ Werner Pluta
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Die Partei begrüßt die Bemühungen der Hardwarehersteller darum, die Energieeffizienz von Computern und Computerkomponenten zu verbessern. Allerdings halten sie diese Bemühungen der Industrie, den Energieverbrauch von Computern zu senken, für "unzureichend" . Der Gesetzgeber soll nach ihrer Ansicht nachhelfen.

Die Bundestagsfraktion der Linkspartei fordert deshalb von der Bundesregierung einen Gesetzesentwurf, "der Hersteller und Importeure von Computern und -komponenten verpflichtet, durch ein an den Geräten bzw. Verpackungen gut sichtbar anzubringendes Label den Energieverbrauch ihres Produktes für die Kundin und den Kunden vor dem Kauf sichtbar zu machen."

Auf dem Label sollen die Hersteller angeben, wie hoch der Energieverbrauch des Produktes in verschiedenen Betriebszuständen ist, sowie eine Energieeffizienz-Klassifizierung, wie sie heute bei Haushaltsgeräten bereits üblich ist. Ab dem 1. Oktober 2010 sollen nur noch Computer und -teile verkauft werden dürfen, die mit einem solchen Label gekennzeichnet sind.

Außerdem soll das Gesetz festlegen, dass Computer "im ausgeschalteten Zustand (Soft-Off- sowie Suspend-to-Disk-Modus nach ACPI-Spezifikation) zukünftig keinerlei Strom mehr aus dem Netz entnehmen dürfen" .

Gleichzeitig soll sich die Bundesregierung dafür stark machen, dass diese Regelungen auch auf EU-Ebene eingeführt werden.


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