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Garmins neue GPS-Systeme: Sprachbefehle und 5,2-Zoll-Display

Sprachbefehle per Fernsteuerung vom Lenkrad aus aktivieren. Garmin hat in Hannover mit dem nüvi 860 sein neues Premium-Navigationsgerät gezeigt. Damit hält auch bei Garmin die Sprachsteuerung Einzug auf dem GPS-System. Daneben war ein Navigationssystem mit 5,2-Zoll-Display zu sehen. Das nüvi 5000 ist mit einem Videoeingang für eine Rückfahrkamera ausgestattet, die beim Rangieren helfen soll. Und schließlich hat der Navigationsgerätehersteller noch ein Gerät mit eingebautem DVB-H für Fernsehen unterwegs gezeigt. Dieses System soll es jedoch zunächst nur in einem europäischen Land geben.
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Neben der Eingabe von Adressen per Stimme sollen auch andere Funktionen per Sprachbefehl starten. So kann der Anwender zum Beispiel eine Telefonnummer per Sprache anwählen. Via Bluetooth lässt sich die Freisprecheinrichtung im nüvi 860 mit einem Handy koppeln. Der Nutzer kann Gespräche annehmen und bekommt sogar Zugriff auf entgangene Anrufe oder die letzten gewählten Rufnummern. Weitere Sprachbefehle ermöglichen auch eine Suche in der Points-of-interest-Datenbank per Stimme. Es soll ausreichen, "italienisches Restaurant in der Nähe" zu sagen und das Navigationsgerät spuckt Suchergebnisse aus. Per Sprachkommando wählt der Fahrer ein Lokal aus den Treffern aus, das GPS-Navigationssystem lotst den Nutzer anschließend zu dem Ziel.

Um die Suche zu starten, bekommt der Nutzer eine Fernsteuerung, die er am Lenkrad befestigen kann, um den Sprachanweisungsmodus zu aktivieren. Garmin bezeichnet sie als "Push-to-Talk"-Fernbedienung. Eine andere Form der Suche hat Garmin ebenfalls integriert: Um Autofahrern zu helfen, ihr eigenes Auto auf einem Parkplatz oder in einer fremden Stadt wiederzufinden, merkt sich das nüvi 860 laut Hersteller die Position, bei der es zuletzt aus der Halterung am Armaturenbrett genommen wurde und zeigt diese automatisch an.

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Weiter hat Garmin eine "Wo bin ich"-Funktion eingebaut. Das Gerät zeigt daraufhin den nächstgelegenen Straßennamen oder Kreuzung sowie Krankenhäuser, Polizeistationen und Tankstellen in der Umgebung an. Zusätzlich liefert es auch Koordinaten mit Längen- und Breitengrad.

Das nüvi 860 soll bis zu zehn Routen speichern können, die sich anhand einzelner Punkte und einer Vorschau anzeigen lassen. Werden mehrere Ziele eingegeben, so sortiert das Gerät diese automatisch und berechnet die effizienteste Gesamtroute für Besorgungen, Lieferungen oder Kundenbesuche. Ein automatisch erstelltes Routenprotokoll erlaubt eine Rückverfolgung der Reise mit bis zu 10.000 Trackpunkten. Zudem zeigt es Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen an. Außerdem hat Garmin einige Multimediafunktionen wie Musikplayer für MP3-, Ogg- und Flac-Formate, Wecker, Bildbetrachter, Währungsrechner und ein paar vorinstallierte Spiele spendiert. Die Fahrsicherheit, mit der der Hersteller sonst üblicherweise wirbt, wird damit allerdings nicht erhöht. Das nüvi 860 kommt mit 4,3-Zoll-Touchscreen-Display, frontal ausgerichteten Stereolautsprechern und einem austauschbaren Lithium-Ionen-Akku.

Das nüvi 860 soll im zweiten Quartal 2008 für 599,- Euro erhältlich sein. Das Gerät wird mit vorinstalliertem Kartenmaterial für 33 Länder in West- und Osteuropa ausgeliefert.

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Ein weiteres Modell, das nicht unbedingt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgt, ist das nüvi 900T. Es ist mit DVB-H-Empfänger ausgestattet. Da sich der Start von Handy-TV via DVB-H derzeit in Deutschland noch eher zögerlich gestaltet, kommt das Gerät vorerst nur in Italien auf den Markt. Es verfügt über ein 4,3-Zoll-WQVGA-Farbdisplay mit Touchscreen-Funktion, auch die weiteren technischen Daten entsprechen denen des nüvi 860. Das nüvi 900T soll ab Juli 2008 ausschließlich in Italien erhältlich sein. Einen Preis nannte Garmin nicht.

Die dritte Neuvorstellung, das nüvi 5000, bringt einen 5,2-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Auch dieses Gerät zählt Garmin zu seinen Premium-Produkten, entsprechende Funktionen wie Routenplanung mit bis zu zehn Wegpunkten und Routensortierung, TMC und Freipsrecheinrichtung fürs Handy sind eingebaut. Außerdem besitzt das nüvi 5000 einen Videoeingang für eine Rückfahrkamera, die dem Fahrer beim Rückwärtsrangieren anzeigt, was hinter ihm auf der Straße passiert. Auch Videos aus einer externen analogen Quelle, wie einem im Auto installierten DVD-Player, können gezeigt werden. Wenn eine externe Videoquelle aktiv ist, genügt eine Berührung des Displays an beliebiger Stelle, und der Fahrer kann den Bildschirm wieder auf die Kartendarstellung zurückbringen.

Alle Musik- oder Sprachdateien können per FM-Transmitter über die Stereoanlage des Fahrzeugs oder über die 3,5-mm-Stereobuchse des Gerätes ausgegeben werden. Allerdings wird das Radioprogramm unterbrochen, sobald das Navigationssystem seine Anweisungen gibt.

Das nüvi 5000 soll in Europa voraussichtlich im zweiten Quartal 2008 zum Preis von 699,- Euro erhältlich sein. Es wird mit vorinstalliertem Kartenmaterial für 25 Länder in West- und Osteuropa plus Hauptverkehrsstraßen und der Basiskarte vom Nordkap bis Südafrika und Senegal bis zum Ural ausgeliefert.

Nicht mehr vertrieben werden dagegen die Modelle iQue 3000, 3600 und 3600a, die unter Palm OS liefen.


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