Abo
  • IT-Karriere:

"Wie kann ein 2D-Spiel drei Milliarden US-Dollar wert sein?"

Dave Perry über sein Independent-Projekt, die Branche - und Pinguine

Vor rund elf Monaten hat Dave Perry die Entwicklung von Project Top Secret gestartet, ein von Usern designtes Massively Multiplayer Online Game. Von rund 62.000 angemeldeten Usern arbeiten laut Perry gut 500 tatsächlich daran mit, das Spieldesign inklusive erster 2D- und 3D-Modelle zu erstellen. Bereits früh wurde durch den User-Input aus einem normalen Rennspiel ein MMOG-Konzept mit Fantasy-Reitern, Monsterzüchtung und extrem abwechslungsreichen Kursen. Doch wie wird daraus ein fertiges Spiel? Golem.de hat erneut mit Perry gesprochen.

Artikel veröffentlicht am ,

Golem.de: Rund ein Jahr ist es her, als du auf der letzten GDC Project das MMOG-Projekt Top Secret gestartet hast. Aus dem ursprünglich verkündeten Zeitplan von 12 Monaten sind mittlerweile 18 geworden. Wie geht es dem Projekt, was ist der Status?

Dave Perry im Interview
Dave Perry im Interview
Dave Perry: Vor einem Jahr ging es um die Idee, dass mir normale Spieler helfen, ein Spiel zu designen. Der beste von ihnen sollte sein eigenes MMOG-Projekt bei Acclaim bekommen. Ich glaube, mittlerweile weiß ich, wer dieser Jemand sein wird.

Golem.de: Hast du denjenigen überhaupt schon mal getroffen? Was, wenn er ein Psychopath ist?

Perry: Ich würde sehr gerne mit dieser Person zusammenarbeiten, sie hat bereits einen Riesenunterschied bei der Entwicklung gemacht. Ein Teil des Auswahlprozesses ist ja gerade, dass andere Leute gerne mit der Person zusammenarbeiten. Wir reden hier von 62.000 Leuten, die sich angemeldet haben, und diese eine Person wird vermutlich gewinnen.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. BWI GmbH, bundesweit

Golem.de: Vor einem Jahr hattest du prophezeit, es würden 100.000 werden. Doch auch von den 62.000 ist kaum jeder aktiv involviert?

Project TopSecret
Project TopSecret
Perry: Natürlich nicht, aber ich möchte behaupten, dass 500 Leute richtig in den Designprozess involviert sind. Wir sprechen also über ein 500 Leute starkes Team! Das Design, das diese Leute entwickelt haben, ist fantastisch! Ich sehe das fertige Spiel bereits vor mir, ich wünschte, ich würde es persönlich programmieren!

Golem.de: Du meintest in unserem ersten Interview, du hättest dafür bereits ein Programmiererteam angeheuert.

Perry: Das Verrückte ist: Ich hatte schon ein Team in China unter Vertrag genommen, das bereits ein Rennspiel gemacht hat. Aber plötzlich sahen wir wie die Hornochsen aus, denn Top Secret wurde schnell zu alles anderem als einem Standardrennspiel! Also mussten wir dem chinesischen Team sagen: "Sorry, aber wir werden das Spiel nicht mit euch machen!" Wir hätten nun nach einem anderen Team suchen können, aber ein Spiel wie Top Secret hat noch niemand gemacht. Darum haben wir beschlossen, nicht nur das Design, sondern auch die Programmierung durch die Community erstellen zu lassen, oder besser gesagt, durch Independent-Teams. Wir haben 100.000 Dollar Preisgeld ausgelobt und werden sämtliche nötigen Tools und Engines bezahlen, das ist insgesamt ein Gegenwert von bis zu einer Million Dollar! Das ist nämlich das größte Problem für unabhängige Entwickler: Sie haben nicht das nötige Geld, um die Sache ins Rollen zu bekommen. Es haben sich gleich 20 Teams angemeldet, tatsächlich tätig geworden sind davon fünf.

"Wie kann ein 2D-Spiel drei Milliarden US-Dollar wert sein?" 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,99€ (Bestpreis!)
  2. 114,99€ (Release am 5. Dezember)
  3. 239,00€

MarekP. 10. Mär 2008

Test (Bild ist nicht persönlich gemeint ;-) ) http://www.latecladeescape.com/w0/images...

Go`lemo 07. Mär 2008

Oida ! RunningTux makes my day ! Das freitägliche Kommentarmonster ;)

punkt 06. Mär 2008

Stimmt schon. Je nach Genre kann es schonmal ne 2D Engine sein, aber manche Genre...

Sora_ 06. Mär 2008

Hab ich auch schon gelesen. Trotzdem seltsam daß es so lang dauert... Andererseits...wär...

pocremer 06. Mär 2008

Lohnt sich das? Ist das gut?


Folgen Sie uns
       


Cherry Stream 3.0 mit großem ß ausprobiert

Alle möglichen Umlaute auf einer Tastatur: Wir haben Cherrys Europa-Tastatur ausprobiert.

Cherry Stream 3.0 mit großem ß ausprobiert Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

Dr. Mario World im Test: Spielspaß für Privatpatienten
Dr. Mario World im Test
Spielspaß für Privatpatienten

Schlimm süchtig machendes Gameplay, zuckersüße Grafik im typischen Nintendo-Stil und wunderbare Dudelmusik: Der Kampf von Dr. Mario World gegen böse Viren ist ein Mobile Game vom Feinsten - allerdings nur für Spieler mit gesunden Nerven oder tiefen Taschen.
Von Peter Steinlechner

  1. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
  2. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
  3. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung

    •  /