Abo
  • Services:
Anzeige

Elektrizität aus Vitamin B2

Bakterien erzeugen Strom mit Hilfe von Vitaminen

Vitamine sind wichtige Grundstoffe für den Körper. Aber sie erfüllen auch noch ganz andere Funktionen, haben Forscher der Universität von Minnesota in St. Paul jetzt herausgefunden: Das Bakterium Schewanella nutzt Vitamin B2 zur Erzeugung elektrischer Energie.

Dass Schewanella-Bakterien aus organischen Verbindungen wie Milchsäure Strom erzeugen, war bekannt. Doch nun haben die Mikrobiologen Daniel Bond und Jeffrey Gralnick entdeckt, dass Riboflavin, besser bekannt als Vitamin B2, für einen Großteil der produzierten Energie verantwortlich ist. Je mehr Riboflavin die Bakterien zur Verfügung haben, desto mehr Elektrizität produzieren sie.

Anzeige

Das Team um die beiden wies nach, dass Bakterien, die auf Elektroden wachsen, selbst Riboflavin herstellen. Der Stoff transportiert Elektronen von den lebenden Zellen zu den Elektroden. Je mehr Riboflavin vorhanden war, desto mehr Elektronen wanderten, also desto mehr Elektrizität entstand. Es gelang den Forschern sogar, die Menge der produzierten Energie durch Zugabe von Riboflavin um mehr als das 3,5fache zu steigern.

"Das ist sehr aufregend, denn es löst ein wichtiges biologisches Puzzle", sagt Bond. "Wissenschaftler wissen seit Jahren, dass Schewanella Elektrizität produzieren. Aber jetzt wissen wir, wie sie es tun."

Die Entdeckung von Bond und Gralnick eröffnet neue Möglichkeiten, sowohl für die Entwicklung erneuerbarer Energien als auch für die Umweltweltsanierung, so die Forscher. So könnte beispielsweise mit dem Strom aus mikrobiellen Brenstoffzellen Abwasser gereinigt werden. Oder diese Zellen könnten den Strom für Sensoren auf dem Meeresgrund liefern.

Schewanella-Bakterien kommen allgemein im Wasser oder im Boden vor. Sie lösen unter anderem Eisen auf. Daher kommt auch ihre Fähigkeit, Elektrizität zu erzeugen: Indem sie Elektronen auf das Metall transportieren, ändern sie dessen chemische Konsistenz. "Bakterien haben die Chemie der Umwelt über Milliarden Jahre verändert", erklärt Gralnick. "Ihre Fähigkeit, Eisen löslich zu machen, ist der Schlüssel für Metallkreisläufe in der Umwelt und grundlegend für das meiste Leben auf der Erde."

Bond und Gralnick wollen nun erforschen, ob dieser Prozess auch umgekehrt und so die Korrosion von Eisen und anderen Metallen aufgehalten werden kann. Dies könnte große Bedeutung für die Schifffahrt haben - weshalb die beiden kürzlich auch finanzielle Unterstützung für ihre Forschungen von der US-Marine erhalten haben.


eye home zur Startseite
NameistHase 05. Mär 2008

Uran ist nicht unendlich verfügbar. Hast du dich geBildet? http://www.schurwald-solar.de...

tophighsocietyi... 05. Mär 2008

...hat genug Power, um die Welt zu bewegen! Wer bitte ist Schewanella??!?

Augenbluten 04. Mär 2008

Ist denn schon Freitag?

DER GORF 04. Mär 2008

Die neuen 'Nimm 2' Jetzt mit Extra viel Vitamin B2. Geradezu elektrisierend.

GUEST 04. Mär 2008

Das gefällt mir! Brauch ich mal wieder etws Licht geh ich erstmal aufs Klo! :D



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Enza Zaden Deutschland GmbH & Co. KG, Dannstadt
  2. State Street Bank International GmbH, München
  3. andagon GmbH, Köln
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller

  2. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  3. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen

  4. Jaxa

    Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond

  5. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  6. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  7. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  8. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  9. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  10. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Cybercrime: Neun Jahre Jagd auf Bayrob
Cybercrime
Neun Jahre Jagd auf Bayrob
  1. Antivirus Symantec will keine Code-Reviews durch Regierungen mehr
  2. Verschlüsselung Google schmeißt Symantec aus Chrome raus
  3. Übernahme Digicert kauft Zertifikatssparte von Symantec

  1. Re: Smartphone Kamera ...

    flauschi123 | 08:45

  2. Re: Anderorts wird schon das Ende der eGK...

    Dietbert | 08:33

  3. Re: Ist bestimmt voller Creeper

    unbuntu | 08:18

  4. Re: Wir kolonialisieren

    unbuntu | 08:16

  5. Re: Asse 2.0

    unbuntu | 08:16


  1. 22:38

  2. 18:00

  3. 17:47

  4. 16:54

  5. 16:10

  6. 15:50

  7. 15:05

  8. 14:37


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel