Triple Play: T-Home Entertain wird günstiger und bietet mehr
Insgesamt bietet die Telekom nun drei Triple-Play-Pakete unter ihrer Marke T-Home: "Entertain Comfort", "Entertain Comfort Plus" und "Entertain Premium". Kunden können bei allen Entertain-Paketen von T-Home Fernsehen über das Internet empfangen – die nötige und auch als Videorekorder dienende Set-Top-Box, der recht behäbige "Media Receiver", ist mittlerweile mit 160-GByte- statt mit 80-GByte-Festplatte bestückt.
Waren es zur CeBIT 2007 noch rund 130 Sender, sind es zur CeBIT 2008 rund 150 via IPTV empfangbare TV-Sender. Davon sind bis zu 100 Sender frei zu empfangen, ohne weitere PayTV-Gebühren. Mit dabei sind die großen Sender wie ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und ProSieben, dazu kommen Regional- und Lokalsender und Spartenprogramme. Zu Letzteren zählen Musikkanäle wie MTV Germany, Sportsender wie Eurosport, Kinder- und Cartoon-, Informations-, Service- und Dokumentationskanäle wie KI.KA und Deutsche Welle TV. Neu im Sendersortiment von Entertain sind u.a. drei weitere Disney-Kanäle für Kinder. Ebenfalls neu hinzugekommen ist Kinowelt TV – ein Sender, mit dem Kinofans angesprochen werden sollen.
Bei Entertain Comfort handelt es sich um das einfachste Paket, es wurde um 17 Prozent auf 49,95 Euro pro Monat gesenkt. Es umfasst einen analogen Telefonanschluss mit Telefon-Flatrate für das deutsche Festnetz, einen 16-MBit/s-DSL-Anschluss mit Daten-Flatrate und beinhaltet den Empfang von rund 70 Live-Fernsehkanälen sowie den kostenlosen Zugriff auf das TV-Archiv von T-Home. Wer eine Sendung verpasst und vergessen hat, die Aufnahme zu programmieren, kann darüber bei einigen Sendern doch noch zum Zuge kommen. Der neue Preis gilt ab sofort.
Neues gibt es auch beim Paket "Entertain Comfort Plus", es beinhaltet für 59,95 Euro im Monat als dritte Flatrate zusätzlich den unbegrenzten Zugang zu den rund 8.600 öffentlichen WLAN-Hot-Spots der Deutschen Telekom. Integriert ist auch der Tarif "Festnetz zu Mobil", mit dem ab 12,9 Cent pro Minute in deutsche Mobilfunknetze telefoniert werden kann. Dazu kommen noch ein Sicherheitspaket mit Windows-Software, ein E-Mail-Paket – und die Möglichkeit, den Media Receiver endlich auch aus der Ferne zur Aufnahme zu bewegen. Diese Funktion bieten Media-Center-PCs, z.B. im Zusammenspiel mit tvtv.de, bereits seit langem.
Die Telekom erlaubt erst ab Entertain Comfort Plus die Fernsteuerung über den "Programm Manager". Dabei handelt es sich um eine Webseite, über die die gewünschte Sendung ausgewählt und per Passwort die Aufzeichnung programmiert werden kann – und letztlich dem Programmführer des Media Receiver entspricht, inklusive der Infos zu den einzelnen Sendungen. Auch das Verwalten bereits aufgezeichneter Sendungen soll über das Internet möglich sein. Entertain Comfort Plus ist ab Mitte April 2008 buchbar – die Fernsteuermöglichkeit für den Media Receiver soll dann ebenfalls bereitstehen.
Das Paket "Entertain Premium" kann ab April 2008 für dann monatliche 69,95 Euro – eine Preissenkung um 8 Prozent – bestellt werden. Es beinhaltet neben dem Umfang von Entertain Comfort Plus mehr Fernsehsender. Dabei umfasst es wie gehabt über 100 Sender – darunter auch PayTV-Sender wie AXN, History Channel, National Geographic und 13th Street – und pro Spieltag den Empfang von zwei Live-Übertragungen von Spielen der Fußball-Bundesliga. Ein Abonnement der Programmzeitschrift TV Digital ist weiterhin im Preis enthalten.
Nichts geändert hat sich jeweils an der Mindestvertragslaufzeit, sie liegt weiter bei 24 Monaten. Als Zubuchoptionen gibt es für Nachrichten und Filme in der jeweiligen Muttersprache beispielsweise Fremdsprachenpakete in Russisch, Türkisch, Polnisch und Italienisch für monatlich ab 2,99 Euro. Für Musikfans gibt es MTV Tune-Inn oder die Deluxe Music Lounge. Hinzu kommen die verschiedenen Premiere-Pakete, für Fußballfans etwa die Option "Bundesliga auf PREMIERE powered by T-Home" für 9,99 Euro pro Monat.
Der Empfang von hochauflösendem Internetfernsehen wie Premiere HD ist erst bei Zubuchung von VDSL 25 oder VDSL 50 möglich – sofern der Kunde im entsprechenden Ausbaugebiet wohnt. Die Zubuchoption VDSL 25 bietet Downstream-Geschwindigkeiten von bis zu 25 MBit/s und Upstreams von bis zu 5 MBit/s und kostet monatlich 10 Euro. Für die Zubuchoption VDSL 50 mit Downstream-Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s und Upstreams von bis zu 10 MBit/s berechnet T-Home monatlich 15 Euro. Dann gibt es Zugang etwa zum HDTV-Spielfilm- und Seriensender ANIXE HD und zu dem hochauflösenden Premiere-Angebot.
Dazu gibt es als Telefonieoptionen noch eine "Festnetz zu T-Mobile Flatrate" für 14,95 Euro und für Gespräche in das Ausland die Tarifoptionen Country Flat oder Country Flat 2 für 3,95 Euro bzw. 14,95 Euro pro Monat.
Die kostenpflichtige Online-Videothek hat die Telekom mittlerweile auf 2.600 Titel erweitern können – die Preise liegen bei 99 Cent bis 3,99 Euro pro Titel, wobei die gemieteten Videos ab Mitbeginn innerhalb von 24 Stunden angeschaut werden müssen. Da sich an der Preisstruktur nichts geändert hat, erscheinen reguläre Videotheken vom Preis, der Aktualität und der höheren Bildqualität der DVD weiterhin attraktiver als die Onlinevideothek von T-Home Entertain – nicht immer jedoch ist eine Videothek um die Ecke. Um die Kunden mehr für ihr Video-on-Demand-Angebot zu interessieren, bietet die Telekom deshalb noch bis einschließlich 30. Juni 2008 jeden Monat ein wechselndes Angebot an einigen kostenlosen Inhalten an.
Bis Ende 2008 will die Telekom rund 1.000 Städte über ADSL 2+ mit IPTV versorgen können – derzeit seien es noch 750 Städte. Damit stiege die Anzahl der Haushalte, die in Deutschland IPTV nutzen können, auf rund 20 Millionen. Derzeit sind es laut Unternehmensangaben bereits mehr als 17 Millionen Haushalte. Die DSL-Netzabdeckung soll auf insgesamt 96 Prozent ausgebaut werden.
Auch der VDSL-Ausbau soll vorangehen: Die Telekom versprach anlässlich der CeBIT, eine "weitere Tranche von 13 Städten in 2008" mit der schnelleren Internetanbindung zu versehen. Allerdings gibt es derzeit selbst im VDSL-versorgten Berlin noch genügend Stadtteile, in denen die entsprechenden Anschlüsse noch nicht zur Verfügung stehen.
Der Funktionsumfang der Set-Top-Box soll laut Telekom ab Mitte 2008 um die Wiedergabe von Foto- und Musikdateien erweitert werden, die auf einem heimischen Windows-PC gespeichert sind und über den Windows Media Player 11 zum Media Receiver gestreamt werden. Der Windows-PC und der Media Receiver müssen im selben Hausnetzwerk angebunden sein.
Gegen Aufpreis werden die Kunden in Zukunft neben dem bestehenden Media Receiver auch eine zweite Box nutzen können, um beispielsweise einen zusätzlichen Fernseher im Schlaf- oder Kinderzimmer anzuschließen. Der abgespeckte "Media Receiver MR 100" verfügt zwar über keine Festplatte, kann aber zum Live-TV-Betrachten sowie den Zugriff auf die Online-Videothek und das TV-Archiv der Telekom genutzt werden. Zeitversetztes Fern- sehen (Timeshift) oder der Zugriff auf aufgezeichnete Sendungen der Hauptbox sind mit dem MR 100 "mit der aktuellen Softwareversion" , so die Telekom, "noch nicht möglich . Ausgeliefert werden soll der MR100 ab Mitte April 2008 für 129,99 Euro.
In den T-Home-Paketen für den regulären Komplettpreis von 99,99 Euro für die notwendige Hardware sind der Media Receiver (T-Home X 301T), ein WLAN-Router mit integrierter VoIP-Funktion (Speedport W 701V) sowie bei den beiden VDSL-Zubuchoptionen zusätzlich ein VDSL-Modem (Speedport 300 HS) enthalten.



