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Spieletest: Perry Rhodan - Abenteuer im All

Adventure um eine intergalaktische Verschwörung. Dienstälter als Perry Rhodan ist wohl kein anderer Weltraumheld. Seit 1961 erlebt er im Wochentakt stellare Abenteuer in seiner Heftromanreihe – und dank Zellaktivierung und "relativer Unsterblichkeit" kann das problemlos noch ein paar Jahrtausende so weitergehen. Nach Auftritten in Büchern, Hörspielen, Comics, Filmen und eher mäßigen Computerspielen gibt es jetzt ein nagelneues Adventure. Und darin läuft Perry Rhodan zu Hochform auf.
/ Peter Steinlechner
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Explosionen erschüttern die solare Residenz auf Terrania, Kampfroboter entführen Perry Rhodans Dauerfreundin Mondra Diamond. Leider kann der größte Held der Menschheit nicht gleich zur Rettung schreiten: Ausgerechnet seine eigenen Kumpels haben ihn aus mysteriösen Gründen in der Regierungszentrale eingesperrt. Erste und gleich ganz schön knifflige Aufgabe des Spielers ist es, die Spuren vor Ort zu untersuchen und einen Weg aus der Residenz zu finden – dann entfaltet sich eine Verschwörung mit stellaren Dimensionen.

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Perry Rhodan ist ein Point-&-Click-Adventure klassischer Machart. Ein Mausklick scheucht die Hauptfigur durch vorgerenderte Hintergrundbilder. Am unteren Bildrand befindet sich ein Inventar mit Gegenständen, die sich miteinander oder mit der Welt kombinieren lassen. Ab und an darf der Spieler auch mal per Tastatur ein Passwort eingeben – aber auf Actioneinlagen, Multiple-Choice-Gespräche oder Geschicklichkeitsprüfungen hat das deutsch-serbische Entwicklerteam 3d-io verzichtet.

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Die Rätsel sind meist logisch aufgebaut, gewinnen allerdings keine Originalitätspreise. Da werden fleischfressende Pflanzen mit Alienfliegen gefüttert, Wachen mit durchgedrehten Putzrobotern abgelenkt oder Zahlencodes per Akustik geknackt. Meist geht es fair zu – aber nicht immer. Vereinzelt gibt es durchaus Puzzles, bei denen der Spieler stupide alle Kombinationen durchprobieren oder um eher unlogische Ecken herumdenken muss.

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Die Handlung ist in sechs Kapitel unterteilt. Nach dem Ausbruch aus der Regierungszentrale erforscht Perry die legendären Wissenschaftslabors der Waringer Akademie, gegen Schluss schleicht er sogar durch eine Mine hinter feindlichen Linien. Die Story ist einsteigerfreundlich gehalten – natürlich kommen Perry-Fans besonders auf ihre Kosten, aber Neulinge werden behutsam genug ins fremde Universum eingeführt, um der Handlung problemlos folgen zu können.

Die Grafik wirkt zeitgemäß statt futuristisch: Perry und die anderen Personen sind als 3D-Modelle in vorgerenderten Hintergrundbildern zu sehen, wie sie in derartigen Spielen momentan Standard sind. Auf der Habenseite verbucht das Programm immerhin rund 30 Minuten Video, die erstaunlich aufwendig in Szene gesetzt sind, und überhaupt viel Liebe zum visuellen Detail. Störend wirkt, dass in vielen geskripteten Zwischensequenzen zwar Gegenstände von Figur zu Figur gereicht werden, alle aber grundsätzlich mit leeren Händen agieren.

Perry-Rhodan-Adventure – Trailer
Perry-Rhodan-Adventure – Trailer (01:29)

Perry Rhodan ist exklusiv für Windows-PCs erhältlich und kostet rund 40,- Euro. Als minimale Hardware wird ein PC mit Windows 2000/XP/Vista mit 1 GByte RAM sowie einem Prozessor mit 1,5 GHz angegeben. Zudem sollen 3,5 GByte auf Festplatte frei sein und eine Radeon 8500 oder Nvidia GeForce 3 mit 64 MByte im Rechner stecken.

Fazit:
Wer schon süchtig nach seiner wöchentlichen Dosis Perry Rhodan ist, greift sowieso blind zu – und wird nicht enttäuscht. Bei diesem gelungenen Adventure kommt aber auch der Rest der Menschheit auf seine Kosten, denn hier kann man sich aufs Schönste in fremde Science-Fiction-Welten entführen lassen. Es macht Spaß, sich auf Perry und seine Freunde einzulassen, den oft erstaunlich witzigen Wortgefechten zu lauschen und vor allem: der simplen, aber effektiv aufgebauten Handlung um eine Verschwörung zu folgen. Wer Adventures vor allem wegen der Rätsel spielt, muss allerdings nicht zugreifen – zwar geht es fast immer logisch zu und mit den paar Ausrutschern kann man gerade noch leben, aber der Originalitätsfaktor ist anderswo höher.


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