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Interview: Design-Thinking wird sich einschleichen

Golem.de: In anderen Produktfeldern scheinen sich die Designer eher Gedanken über die Bedürfnisse der Nutzer zu machen.

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Winograd: Viel von dem, was wir tun, ist von Designfirmen wie IDEO beeinflusst. Die haben solche Methoden für jede Art von Designprozess von Dienstleistungen bis hin zu physischen und interaktiven Produkten entwickelt. Wir übertragen deren Philosophie in ein wissenschaftliches Umfeld.

Golem.de: Was ist Ihrer Ansicht nach die interessanteste Entwicklung in der IT in den letzten 10 bis 15 Jahren?

Winograd: Das ist die Entwicklung weg von der Vorstellung eines Nutzers vor seinem Computer hin zu der Vorstellung einer ganzen Welt von Nutzern mit vernetzten Computern. Der Einzelne arbeitet nicht mehr allein, sondern steht in einem sozialen Kontext. Man gestaltet nicht für Einzelpersonen, sondern für einen ganzen sozialen Kontext.

Golem.de: Sie meinen so etwas wie Social Networking?

Winograd: Social Networking, Plattformen wie Facebook, sind ein bestimmter Teil davon. Wikipedia ist ein weiteres Beispiel. Selbst E-Mail gehört dazu.

Golem.de: Wie wird es weitergehen?

Winograd: Der nächste Schritt wird die Mobilität sein. Derzeit machen wir noch sehr viel an unseren Desktop-Computern mit Internetzugang. Aber immer mehr Leute tragen leistungsfähige Computer in ihrer Hosentasche mit sich herum. Mobiltelefone können immer mehr. Da werden eine Menge neuer Ideen für Anwendungen für unterwegs entstehen.

Golem.de: Welche Auswirkung wird das auf uns und unsere Gesellschaft haben?

Winograd: Es wird sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Zu den positiven gehört, dass wir mit mehr Menschen in Kontakt kommen können, mehr soziale Einbindung über den Computer. Das wird helfen, einige unsere gesellschaftlichen Probleme zu lösen. Aber es werden dadurch auch neue Probleme entstehen, etwa dass Menschen sich von ihrer direkten Umgebung lösen oder Datenschutzprobleme. Ich bin weder ein technischer Utopist noch ein Pessimist. Gesellschaft beruht auf der menschlichen Natur, und die hat sich in den letzten paar 10.000 Jahren nicht geändert. Es ist also unwahrscheinlich, dass uns eine neue Technologie von einem Augenblick auf den nächsten ändern wird.

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Karl-Heinz 03. Mär 2008

Sehr kurz und sehr frei übersetzt: Man überlegt erst, was der Nutzer braucht/möchte, und...

der_da_vorne 03. Mär 2008

Der Gedankenansatz bei Design-Thinking ist natürlich zu begrüßen. Jedoch verstehe ich...


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