Muttergesellschaft von Eidos zieht Notbremse

Entlassungen, Umzug und Umstrukturierungen bei SCi

"Unsere Qualität unterschreitet akzeptable Standards" - es gibt nicht viele Firmenchefs, die derartige Sätze sagen. Phil Rogers, CEO des englischen Spielekonzerns SCi Entertainment, geht kritisch mit seiner Firma ins Gericht. Das scheint auch nötig, denn die veröffentlichten Geschäftszahlen sind schlecht.

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Rund 106,4 Millionen Euro Verlust hat SCi, die Muttergesellschaft von Eidos, im zweiten Halbjahr 2007 gemacht. Und das, obwohl in diesem Zeitraum die Bilanzierung des Megasellers Tomb Raider Anniversary anstand, das Spiel auf weiteren Plattformen rauskam und Eidos auch den Big-Bugdet-Titel Kane & Lynch veröffentlichte. Der konnte allerdings qualitativ nicht ganz überzeugen und habe deshalb, so Rogers, mit angeblich 1,4 Millionen weltweit verkauften Einheiten auch die kommerziellen Erwartungen enttäuscht.

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Die Zahlen gab der neue SCi-Chef Phil Rogers in einer Stellungnahme bekannt. Dabei wies er auf weitere Missstände in seiner Firma hin: "Durch enttäuschende Spieleentwicklung und die Arbeit in ineffektiven Strukturen scheitern wir daran, Gewinne zu realisieren, wie dies unsere kreativen Fähigkeiten und unsere Aktionäre verlangen."

Für die Zukunft will Rogers bei SCi Entertainment unter anderem die Produktqualität deutlich verbessern und so auch für höhere Verkaufszahlen sorgen. Die bislang eng an der Firmenzentrale orientierte Struktur des Unternehmens soll zugunsten eines Studiomodells abgelöst werden. Das gibt den Entwicklerteams mehr Kontrolle über ihre Arbeit und sorgt für bessere Spiele in den wichtigsten Reihen der Firma - was Fans beispielsweise von Tomb Raider, Hitman und Deus Ex freuen wird. Unter der neuen Marke "Eidos Play" will Rogers außerdem künftig im Markt der Casual- und Mobile-Titel mitmischen.

Es gibt aber auch Einschnitte, die richtig wehtun: So will SCi die Belegschaft um rund 200 Mitarbeiter auf dann etwa 800 verringern und Abteilungen wie die Lokalisierung oder die Qualitätssicherung (QA) von London ins kanadische Montreal verlagern. Außerdem beendet Rogers 14 derzeit in der Entwicklung befindliche Projekte - wegen zu geringer Erfolgsaussichten.

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M.Kessel 06. Mär 2008

JoWood ist eine der Firmen, von denen ich in Zukunft gar nichts mehr kaufen werde...

M.Kessel 06. Mär 2008

Nein. Eidos hat nur eine quasi nicht existierende QA. Die haben Klopfer auf den Markt...

huahuahua 04. Mär 2008

Wenn Unternehmen, welche fette Gewinne erwirtschaften, Massenentlassungen ankündigen, um...

ThadMiller 04. Mär 2008

Kommt drauf an mit was sie Vergleiche ziehen: "dass Microsoft 5.2 Millionen Halo 3...



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