Frequenzwechsel: Wenn in NRW der Bildschirm dunkel bleibt
Die Sender Das Erste, Arte, Phoenix und EinsFestival liefen bislang auf Kanal 65 (826 MHz) und sollen in Zukunft über Kanal 50 (706 MHz) abrufbar sein. Die Programme ProSieben, Sat.1, Kabel Eins und N24 werden von Kanal 43 (650 MHz) auf Kanal 53 (730 MHz) verschoben. Kanal 43 steht damit in Zukunft für eine DVB-H Nutzung in den Regionen Köln-Bonn & Düsseldorf/Ruhrgebiet zur Verfügung.
Die DVB-T-Empfänger müssen neu eingestellt werden, dazu kann der Zuschauer den Programmsuchlauf seines Geräts starten. Falls es nicht beim ersten Mal klappt: Je nach DVB-T-Empfangsgerät müssen die alten Sender-Speicherungen zunächst gelöscht werden, bevor ein neuer Programmsuchlauf gestartet werden kann.
Der Frequenzwechsel ist nach Angaben eines Technikers des Westdeutschen Rundfunks Köln nötig, um eine gegenseitige Störung der analogen und digitalen Signale im Übergang zu vermeiden. Als 2004 DVB-T in Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen wurde, mussten die vom analogen Fernsehen genutzten Frequenzen berücksichtigt werden. Im Frühjahr 2006 schließlich wurde eine regionale Rundfunkkonferenz der International Telekommunikation Union (ITU) abgehalten.
Hier wurden die Frequenzen für den Rundfunk im VHF-Band III und den UHF-Bändern IV/V für Europa und angrenzende Staaten neu geplant. Die Frequenzwechsel im Raum Köln-Bonn sind ein Ergebnis aus den Beschlüssen dieser Rundfunkkonferenz.
In Nordrhein-Westfalen können etwa 96 Prozent der Bevölkerung Fernsehen via DVB-T empfangen. Nach der schrittweisen Einführung in Köln/Bonn und Düsseldorf/Ruhrgebiet 2004 ist das digitale terrestrische Fernsehen nun auch in den Regionen Ostwestfalen Lippe, Sauerland/Siegerland, Oberbergischer Kreis, Münsterland und Aachen zu sehen.