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Für den Futurologen Ray Kurzweil sind virtuelle Welten real

Ray Kurzweil über die Entwicklung der Transistor-Preise
Ray Kurzweil über die Entwicklung der Transistor-Preise
Als er 1965 zum MIT gegangen ist, sagte Kurzweil, habe es dort im Gegensatz zu den meisten anderen Universitäten bereits einen eigenen Computer gegeben. Der habe ein halbes Gebäude gefüllt, viele Millionen US-Dollar gekostet und sei von Tausenden von Lehrkräften und Studenten genutzt worden. Heute, rund 40 Jahre später, sei jeder Mobiltelefonprozessor eine Million Mal kleiner, eine Million Mal günstiger und tausendmal leistungsfähiger. Damit habe sich das Kosten-Leistungs-Verhältnis in rund 40 Jahren um den Faktor eine Milliarde gesteigert. Da sich die Wachstumsrate langsam erhöhe, könne man bei den Computern in den nächsten 25 Jahren eine weitere Vermilliardenfachung des Preis-Leistungs-Verhältnisses erwarten.

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Kurzweils Hauptargumentation für seine teilweise an Wünsch-dir-was-Fantasien erinnernde Prognosen ist immer dieselbe: Er beruft sich auf exponentielles contra lineares Wachstum. Der Mensch sei auf lineare Prognosen geeicht, seit er vor Zehntausenden von Jahren die Flugbahn seines Speers mit der Laufrichtung und -geschwindigkeit seines Beutetiers in Einklang bringen musste. Das mache es insbesondere Regierungen so schwer, für die Zukunft zu planen. Problematisch für Uneingeweihte sei, dass eine exponentielle Kurve zu ihrem Beginn wie eine lineare wirkt oder sogar unterhalb der linearen Fortschreibung läuft.

Selbstverständlich würden exponentielle Entwicklungen irgendwann an ihr Ende stoßen, etwa die Miniaturisierung im Analogbereich. Doch das Abflachen des einen Paradigmas würde unweigerlich einen Forschungsdruck erzeugen, der das nächste Paradigma zu seinem exponentiellen Höhenflug ansetzen lässt - als Beispiel nannte er den Übergang vom analogen Relais zum digitalen Chip. Das sähe dann in typischen Schaubildern eher wie eine Schlangenbewegung nach oben aus und eine abflachende Kurve werde dann leicht als Wachstumsende oder -verlangsamung interpretiert.

So hätten anlässlich der Erforschung der menschlichen DNA viele Zweifler gefragt, wieso bei einem auf 15 Jahre ausgelegten Projekt nach sieben Jahren erst 1 Prozent der DNA entschlüsselt sei. Für den linear Prognostizierenden sei damit die Zeitvorgabe nicht mehr einzuholen, doch bei exponentieller Betrachtungsweise sei klar: Nur sieben Jahre mit jeweils jährlicher Verdoppelung machen aus diesem einen Prozent 100 Prozent (rechnerisch: 128 Prozent). Kurzweil erinnerte daran, dass nach nur einem Jahrzehnt konstanter jährlicher Verdoppelung eine Vertausendfachung, nach zwei Jahrzehnten eine Vermillionenfachung und nach 30 Jahren eine Vermilliardenfachung des Ausgangswerts eintritt.

Schon heute könne man Parkinson-Patienten erbsengroße Minicomputer in den Kopf implantieren, die bestimmte Hirnfunktionen erhalten oder übernehmen könnten. Die aktuelle Generation dieser medizinischen Geräte sei durch Software-Downloads von außen aktualisierbar. Bringe man dies mit der erwähnten Vermilliardenfachung der Preisleistung und der gleichzeitig fortschreitenden Miniaturisierung zusammen, so sei klar, dass in weniger als drei Jahrzehnten blutzellengroße Computer durch unsere Körper wandern werden, die uns gesund halten oder unsere Gehirnleistung erweitern können.

Dies bedeute für Spiele, für das Lernen oder die Kommunikation, dass virtuelle Realität zukünftig von unseren eigenen Nervenzellen erzeugt werden könne. So würden Jugendliche in der Schule nicht mehr einfach nur über George Washington lesen, sie könnten sich in einer quasi-realen Simulation sprichwörtlich in seine Lage versetzen. Die "Software" des menschlichen Körpers, so Kurzweil, sei seit 10.000 Jahren nicht mehr aktualisiert worden - doch in Kürze stünden dafür die technischen Möglichkeiten bereit.

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14234247 17. Mär 2008

Ich finde man sollte den Menschen mehr als Teil der Natur begreifen anstatt als etwas...

14234247 04. Mär 2008

Also auf auf, raus ins All! Und wenn wir in absehbarer Zeit keine bewohnbaren Planeten...

Nath 02. Mär 2008

Sicher? Zur Zeit gehen die Versicherungen (und die müssen es wissen) von 0,25 Jahren pro...

future pro 01. Mär 2008

fakt ist doch, ihr seid doch einfach alle kacknoobs die keinerlei ahnung von der...

grüntee 29. Feb 2008

Dann ists ja kein Geheimnis mehr :P


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