Abo
  • Services:
Anzeige

Chinesische Dissidenten klagen gegen Yahoo

Wieder Vorwürfe der Kooperation mit chinesischer Polizei

Yahoo sieht sich erneut Vorwürfen ausgesetzt, der chinesischen Regierung dabei geholfen zu haben, die Webaktivitäten chinesischer Dissidenten zu verfolgen. Mehrere Exilchinesen haben das Unternehmen in den USA verklagt.

Mehrere Exilchinesen haben vor einem Bezirksgericht in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien Klage gegen Yahoo eingereicht. Sie beschuldigen den Onlinedienst unter anderem, den chinesischen Behörden private E-Mails sowie weitere Informationen herausgegeben zu haben, an Hand derer die Kläger sowie weitere Personen identifiziert werden konnten. Die Behörden hätten diese Informationen für deren Verfolgung genutzt.

Anzeige

Einer der Kläger, Guo Quan, beschuldigt Yahoo, sein Textilunternehmen in den Suchergebissen gesperrt zu haben. Deshalb sei sein Unternehmen bankrott gegangen. Ein zweiter, Zheng Cunzhu, führte an, er konnte nach der Inhaftierung Li Zhis aus den USA nicht nach China zurückkehren, da er damit rechnen musste, selbst verhaftet zu werden. Deshalb habe er all sein Hab und Gut in China verloren.

Daneben zählen die Kläger weitere 60 Personen auf, die willkürlich in China verhaftet wurden, weil sie für freie Wahlen eintraten. Diese Verhaftungen sollen in Zusammenhang mit nicht näher bezeichneten Aktionen Yahoos stehen.

Zheng bezieht sich auf Ereignisse im Jahr 2003: Damals verhaftete die chinesische Polizei den Dissidenten Li. Die Grundlage sollen E-Mails gewesen sein, die Yahoo China den Behörden ausgeliefert habe. Die Verhaftung wurde im Westen erst drei Jahre später bekannt. Li wurde wegen der Unterstützung demokratischer Reformen zu acht Jahren Haft verurteilt, von denen er inzwischen die Hälfte abgesessen hat.

Es ist nicht die einzige Kooperation Yahoos mit chinesischen Behörden: Im Jahr 2006 wurde Jiang Lijun zu vier Jahren Haft verurteilt, nachdem Yahoo bestätigte, dass er einen bestimmten E-Mail-Account genutzt hatte, in dem sich ein Aufruf zum Sturz der Regierung befand. Im November 2007 stimmte der Online-Dienst einem Vergleich zu und verpflichtete sich, die Familien der Dissidenten Shi Tao und Wang Xiaoning finanziell zu unterstützen. Die beiden waren unter anderem wegen Verrats von Staatsgeheimnissen zu jeweils zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. In beiden Fällen hatte Yahoo Informationen an die chinesische Polizei weitergegeben. Die Angehörigen der beiden hatten daraufhin Yahoo verklagt.

Eine Woche vor dem Vergleich waren Yahoo-Chef Jerry Yang und Yahoo-Justiziar Michael Callahan wegen der China-Aktivitäten des Unternehmens sogar zu einer Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus vorgeladen worden.


eye home zur Startseite
Jay Äm 28. Feb 2008

Nuja, nur das die Geschichte mit dem Kiffer angeblich eine Presseente ist - StudiVZ...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. AVL List GmbH, Graz (Österreich)
  2. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  3. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Neutraubling, Regensburg
  4. medavis GmbH, Karlsruhe


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 9,99€
  3. 6,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Liberty Global

    Giga-Standard Docsis 3.1 kommt im ersten Quartal 2018

  2. Apache-Sicherheitslücke

    Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen

  3. Tianhe-2A

    Zweitschnellster Supercomputer wird doppelt so flott

  4. Autonomes Fahren

    Japan testet fahrerlosen Bus auf dem Land

  5. Liberty Global

    Unitymedia-Mutterkonzern hat Probleme mit Amazon

  6. 18 Milliarden Dollar

    Finanzinvestor Bain übernimmt Toshibas Speichergeschäft

  7. Bundestagswahl

    Innenminister sieht bislang keine Einmischung Russlands

  8. Itchy Nose

    Die Nasensteuerung fürs Smartphone

  9. Apple

    Swift 4 erleichtert Umgang mit Strings und Collections

  10. Redundanz

    AEG stellt Online-USV für den 19-Zoll-Serverschrank vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  2. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster
  3. Best Buy US-Handelskette verbannt Kaspersky-Software aus Regalen

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

  1. Re: Kostenlos

    robinx999 | 20.09. 23:51

  2. Re: Leerfahrt, Schleichfahrt, ideale Teststrecke...

    cpt.dirk | 20.09. 23:49

  3. Re: Unfähige Firma

    ML82 | 20.09. 23:49

  4. Re: Falsche Überschrift

    sori | 20.09. 23:46

  5. Re: CO2 Ausstoß dieses Akkus bei der Produktion?

    KingTobi | 20.09. 23:41


  1. 18:10

  2. 17:45

  3. 17:17

  4. 16:47

  5. 16:32

  6. 16:22

  7. 16:16

  8. 14:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel