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neuroArm: Gehirnchirurgie mit Roboterhilfe direkt im MRT

Force-Feedback für den Chirurgen. Präzisionsarbeit ist bei Operationen am Gehirn das A und O – und sie wird schon heute häufig mit Roboterunterstützung durchgeführt. Das MRT-Gerät selbst (Magnetresonanztomographie), ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Gewebestrukturen, ist für Operationsroboter bislang unerreichbar. Das soll sich mit dem neuroArm, den Forscher der Universität Calgary entwickeln, nun ändern.
/ Andreas Donath
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Der neuroArm ist ein speziell für das Innere des MRT gebauter Operationsroboter, der innerhalb des starken Magnetfeldes arbeiten kann. Er wird über die detaillieren Bilder, die das Verfahren ermöglicht, gesteuert. Entwickelt von Medizinern und Roboter-Experten der Universität Calgary kombiniert der Roboterarm Telepräsenz-Chirurgie mit bildgebenden Verfahren.

Der Roboter ist dabei die verlängerte Hand des Chirurgen. Dieser steht nicht selbst am Skalpell, sondern benutzt stiftförmige Eingabegeräte, deren Bewegungen auf das OP-Besteck des Arms übertragen werden. Per Force-Feedback-Mechanismen spürt der Chirurg einen Gegenhalt.

Der Vorteil der Methode ist die direkte Sicht auf das Geschehen und durch den dazwischengeschalteten Roboter eine erheblich höhere Präzision, sagen zumindest die Entwickler. Während Gehirnchirurgen eine Genauigkeit von ca. einem Millimeter erreichen, soll der neuroArm-Roboter(öffnet im neuen Fenster) auf 30 Mikrometer genau arbeiten.


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