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Roboter für den Operationssaal getestet

Steuerung von Röntgengeräten bei minimalinvasiven Operationen. Orthopäden am Aachener Universitätsklinikum testen einen neuen Großroboter im Operationssaal. Das Ungetüm soll während einer Operation Röntgengeräte steuern, die hochauflösende dreidimensionale Bilder des Patienten liefern.
/ Werner Pluta
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Die Röntgenbilder werden dann auf einem Bildschirm ausgegeben. So erhält der Operateur einen genauen Überblick über die Region, in der er gerade arbeitet. Das erlaubt Eingriffe mit minimalinvasiven Mitteln. Der Arzt müsse dann "die Wirbelsäule nicht freilegen, um klar zu sehen", schildert Fritz-Uwe Niethard, Direktor der Orthopädischen Klinik am Universitätsklinikum Aachen. Stattdessen arbeitet er an dem virtuellen Bild auf dem Monitor.

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Für den Patienten ist das ein Vorteil: "Weil am 3D-Bild gearbeitet wird, erübrigt es sich, immer neue Röntgenaufnahmen zu machen, um eine genaue Statusansicht zu erhalten. Das erspart dem Patienten eine hohe Strahlenbelastung", sagt Niethard.

Der Robotereinsatz ist Teil des aus Bundesmitteln geförderten Projektes "Minimalinvasive Orthopädische Therapie" (orthoMIT). Dessen Ziel ist die Entwicklung von neuen Instrumenten und Verfahren für schonendere Operationsmethoden.

Bei so genannten minimalinvasiven Operation entstehen nur sehr kleine Verletzungen der Haut. Die Ärzte arbeiten dabei mit kleinen Sonden. Den Körper belastet eine solche Operation weniger. Das sei, so Niethard, vor allem für die wachsende Zahl älterer Patienten wichtig.

Bevor der von Siemens entwickelte Roboter den Aachener Orthopäden assistieren kann, müssen jedoch noch letzte technische Schwierigkeiten ausgeräumt werden. Niethard rechnet deshalb mit einem Einsatz im Operationssaal frühestens im Jahr 2009.


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