Abo
  • Services:
Anzeige

StudiVZ will Nutzerdaten an Ermittler herausgeben

Herausgabe nur bei offiziellen Ermittlungsersuchen

Das Social Network StudiVZ hat seine Datenschutzerklärung und seine Geschäftsbedingungen geändert und damit für viel Aufsehen gesorgt. Nach der Änderung der Nutzerdaten darf die Plattform nun auch Nutzerdaten an Strafverfolger weitergeben, sagte Geschäftsführers Marcus Riecke in einem Interview mit Spiegel Online, die daraufhin zunächst titelten: "StudiVZ-Boss Riecke: Gott sei Dank dürfen wir Kiffer-Fotos jetzt den Behörden geben", was Riecke in dieser Form nicht sagte.

Die Bedingungen seien unter anderem geändert worden, "um Konflikte mit Ermittlungsbehörden zu vermeiden", sagte Riecke Spiegel Online. So sei es nun möglich, Daten herauszugeben, wenn die Staatsanwaltschaft oder Polizei das verlangten.

Anzeige

"Wir stehen da zwischen den Fronten. Auf der einen Seite der Datenschutz, auf der anderen Seite die Ermittler. Das Telemediengesetz verbietet uns, ohne Zustimmung der Nutzer Nutzungsdaten zu speichern. So hat der BGH vorigen Herbst entschieden. Die Kripo- und LKA-Beamten verlangen aber genau diese Daten von uns, die wir laut Datenschützern nicht speichern dürfen." Die Nutzer müssen deshalb der Speicherung ihrer Daten zustimmen.

Spiegel Online hatte gefragt, was passiere, wenn die Staatsanwaltschaft die Herausgabe von Namen von Nutzern verlange, die Fotos von sich "beim Kiffen" zeigen. "Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen solche Daten nun herausgeben", antwortete der StudiVZ-Geschäftsführer. Spiegel Online titelte daraufhin: "StudiVZ-Boss Riecke: 'Gott sei Dank dürfen wir Kiffer-Fotos jetzt den Behörden geben'". Später wurde die Schlagzeile in "'Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen Daten jetzt herausgeben'" abgemildert.

In einer Stellungnahme betont StudiVZ im Nachgang nochmals, die Daten seiner Mitglieder nur bei offiziellen Ermittlungsersuchen an Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten: "Der Bezug zu Fotos mit Drogen konsumierenden Jugendlichen wurde einzig von der Redaktion von Spiegel Online fälschlich hergestellt", heißt es in der Stellungnahme.

Ob dieser Fall schon vorgekommen ist, konnte Riecke nicht sagen. Immerhin verriet er, dass StudiVZ "täglich Anfragen von Behörden" bekomme. Meist ginge es dabei um "Jugendschutz, Beleidigung, Volksverhetzung, Verletzungen von Persönlichkeitsrecht zum Beispiel durch Fake-Profile".

Ursprünglich sahen die neuen Regeln den Ausschluss aller Nutzer vor, die sich weigerten, die Neuerungen zu akzeptieren. Nach Protesten wurde diese Ausschlussklausel entschärft.

Der zweite Grund für die neuen Bedingungen ist, dass die Plattform personalisierte Werbung an ihre Nutzer verkaufen will. Der Vorstand des Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), Gerd Billen, kritisierte StudiVZ kürzlich deswegen. Seiner Auffassung nach sollten soziale Netze für Kinder und Jugendliche werbefrei sein. Außerdem mahnte der vzbv StudiVZ wegen der Verletzung des Datenschutzes ab.


eye home zur Startseite
derbeobachter 29. Feb 2008

und so kommt es dann, dass man wichtige Faxe nicht mehr findet...

Nath 28. Feb 2008

Geht es nur mir so, dass die StudiVZ-Artikel bei Golem immer unglaubwürdiger werden (und...

Der Don 28. Feb 2008

Keine Urban Myth. Deutsche können IN Deutschland für iM ausland begangene Straftaten...

Jochen Hoff 28. Feb 2008

Ich bin mir gar nicht sicher ob Holtzbrinck begriffen hat, wieviel von ihren Gedanken sie...

oetze 28. Feb 2008

wie kann sich jemand beim saufen und anschliessendem übergeben filmen lassen und dann...


restrealität.org / 16. Aug 2008

soziale netzwerke und ihre risiken

www.tutsi.de / 01. Mär 2008

StudiVZ - Abmahnungen als Geschäftsmodell?

preys blog / 28. Feb 2008



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BfS Bundesamt für Strahlenschutz, Berlin
  2. engbers GmbH & Co. KG, Gronau
  3. Sattel Business Solutions GmbH, Langenau
  4. Daimler AG, Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 108,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 99,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 8,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Interview auf Youtube

    Merkel verteidigt Ziel von 1 Million Elektroautos bis 2020

  2. Ransomware

    Not-Petya-Angriff kostet Maersk 200 Millionen US-Dollar

  3. Spielebranche

    Mikrotransaktionen boomen zulasten der Kaufspiele

  4. Autonomes Fahren

    Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel

  5. Auto

    Toyota will Fahrzeugsäulen unsichtbar machen

  6. Amazon Channels

    Prime-Kunden erhalten Fußball-Bundesliga für 5 Euro im Monat

  7. Dex-Bytecode

    Google zeigt Vorschau auf neuen Android-Compiler

  8. Prozessor

    Intels Ice Lake wird in 10+ nm gefertigt

  9. Callya Flex

    Vodafone eifert dem Congstar-Prepaid-Tarif nach

  10. Datenbank

    MongoDB bereitet offenbar Börsengang vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Orange Pi 2G IoT ausprobiert: Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
Orange Pi 2G IoT ausprobiert
Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
  1. Odroid HC-1 Bastelrechner besser stapeln im NAS
  2. Bastelrechner Nano Pi im Test Klein, aber nicht unbedingt oho

Mitmachprojekt: HTTPS vermiest uns den Wetterbericht
Mitmachprojekt
HTTPS vermiest uns den Wetterbericht

  1. Re: Wieso spricht bei dem ganzen Thema eig...

    Stefan99 | 23:37

  2. Re: Wer es auf die Spitze treiben will: dactyl...

    plutoniumsulfat | 23:35

  3. Re: Welche Display Größe & Auflösung?

    mambokurt | 23:33

  4. Re: Und 18:00 bricht dann das Stromnetz zusammen..

    Eheran | 23:33

  5. Metamaterialien

    ecv | 23:32


  1. 16:57

  2. 16:25

  3. 16:15

  4. 15:32

  5. 15:30

  6. 15:02

  7. 14:49

  8. 13:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel