Grünes Licht für Handy-TV in Baden-Württemberg
Damit kann Mobile 3.0 mit einem 3-jährigen Versuchsbetrieb in Baden-Württemberg starten. Mobile 3.0 tritt als Betreiber der Plattform auf und koordiniert Vermarkter und Inhalteanbieter. Mobile 3.0 plant, das mobile Fernsehen im Juni 2008 zur Fußball-EM in ausgewählten Ballungsräumen zu starten. Neben ARD und ZDF werden RTL, Vox, Sat.1 und ProSieben auf Sendung gehen, dazu kommen die Nachrichtenkanäle n-tv und N24. Auch Regionales aus Baden-Württemberg soll ausgestrahlt werden. Im Hörfunk-Bereich gehen neben Digital 5 und KickFM auch das neue mobile Radio-Programm bigBuddy des baden-württembergischen Senders BigFM via DVB-H an den Start.
Bis zum Jahr 2010 ist eine flächendeckende Verbreitung von DVB-H vorgesehen. Doch die Euphorie für Handy-TV hält sich bislang stark in Grenzen. Die Netzbetreiber holen sich mit Handy-TV ein Konkurrenzangebot zu ihren Video-Streams ins Haus – ihr Engagement dafür ist daher naturgemäß eher beschränkt. Zudem hat eine kürzlich veröffentliche Studie zutage gefördert, dass es mehr Kündigungen als Neuabschlüsse für ein Handy-TV-Abonnement gibt. Es ist daher keineswegs sicher, dass der geplante Starttermin eingehalten wird.
Bereits im Januar 2008 hatte die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) eine Empfehlung für das Konsortium um Mobile 3.0 ausgesprochen, einem Joint-Venture von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und NEVA Media GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen verfügt über die Unterstützung der Medienkonzerne Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck, die an NEVA Media beteiligt sind, sowie des international tätigen Medien- und Technikkonzerns Naspers. Die Zustimmung der einzelnen Landesmedienanstalten gilt nur noch als Formsache.
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