Bessere Schnittstellenausstattung und höherer Einstiegspreis. Dass Lenovo ein ultraflaches Notebook in petto hat, ist seit langem bekannt, doch die offizielle Vorstellung erfolgte erst jetzt. Das ThinkPad X300 macht optisch Apples MacBook Air Konkurrenz, bietet jedoch eine andere Grafik- und Schnittstellen-Ausstattung als das Produkt aus Cupertino. Das X300 wiegt in der Grundausstattung 1,33 kg und kommt mit mehr Schnittstellen daher.
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Lenovos ThinkPad X300 wird mit einem Intel Core-2-Duo-Prozessor ausgeliefert, der besonders kompakt ist und nur wenig Strom benötigen soll. Intels SL7100 ist mit 1,2 GHz getaktet und verfügt über 4 MByte L2-Cache sowie einen mit 800 MHz getakteten Front-Side-Bus. Bei Apple kommt ein ähnlicher Chip mit 1,6 GHz zum Einsatz. Der Hauptspeicher bei Lenovos X300 ist standardmäßig 2 GByte (667 MHz, PC2-5300 DDR2) groß, lässt sich aber im Gegensatz zu Apples Air auf 4 GByte aufrüsten.
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Das 13,3 Zoll große Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung bietet eine Auflösung von 1.440 x 900 Pixeln. Das MacBook Air liefert hier nur 1.280 x 800 Pixel. Im Rahmen sitzt eine kleine Kamera. Als Grafiklösung kommt Intels Graphics Media Accelerator (GMA) X3100 zum Einsatz, der auf den Hauptspeicher zurückgreift. Dies ist bei Apples Produkt nicht anders.
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Bei der Festplatte hat Apple neben einer SSD mit P-ATA-Anschluss auch eine 1,8-Zoll-Festplatte mit 80 GByte Speicherplatz im Angebot. Lenovo hingegen bietet ausschließlich ein SSD-Modul mit SATA-Anschluss an, das 64 GByte Daten fasst. Optional ist ein 7 Millimeter flacher DVD-Brenner erhältlich, der in das Gerät eingeschoben wird. Bei Apple gibt es gegen Aufpreis ein externes Laufwerk, das aber nur mit dem MacBook Air funktioniert.
Die Schnittstellen umfassen neben WLAN nach IEEE 802.11n (Draft 1) auch ein Modem, Gigabit-Ethernet sowie ein optionales UMTS- oder GSM-Modul. Dazu kommen gleich drei USB-2.0-Schnittstellen und ein Stereo-Lautsprecherpaar, eine VGA-Schnittstelle, sowie Kopfhörer- und Mikrofonbuchsen. Ein SPDIF-Ausgang fehlt dem Gerät. Apples MacBook Air bietet einen Mini-DVI-Ausgang, eine USB-Schnittstelle sowie einen Mono-Lautsprecher. Ein UMTS-Modul wird von Apple nicht angeboten.
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Der leichte dreizellige Lithium-Polymer-Akku soll einen Betrieb von 3 Stunden ermöglichen. Auf bis zu 10 Stunden kommt das Gerät mit einem etwas schwereren 6-Zellen-Litihium-Ionen-Akku. Außerdem muss ein 3-Zellen-Lithium-Polymer-Akku in den Schacht des optionalen DVD-Brenners gesetzt werden. Bei Apple ist der Akku fest im Gerät integriert und kann nur durch den Hersteller getauscht werden.
Lenovos ThinkPad X300 misst 23,4 x 318 x 231 mm bei einem Gewicht von 1,33 kg ohne DVD-Brenner und mit dem kleinen Akku. Mit dem Scheibenbrenner und dem kleinen Lithium-Polymer-Akku steigt das Gewicht auf 1,87 kg. Der ThinkPad-Neuling ist damit unwesentlich dicker als Apples Angebot, das nur 19 mm hoch ist. Das Gehäuse ist bei Lenovo aus Kohlenstoff und Glasfasermaterialien aufgebaut, das innen mit einem Metallrahmen verstärkt ist. Apple hingegen setzt auf ein Alu-Gehäuse.
Das Lenovo ThinkPad X300 soll ab März 2008 auf dem deutschen Markt verfügbar sein. Der Preis beginnt bei rund 2.500,- Euro ohne DVD-Brenner. Weitere Modellpreise sind derzeit nicht bekannt.
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Rein von der Ausstattung her sind die Angebote von Lenovo und Apple recht unterschiedlich. Während Apple auf ein nach außen hin eher asketisches Design setzt, hat Lenovo nur wenig Kompromisse gegenüber einem herkömmlichen Notebook gemacht. Besonders auffällig wird dies bei der größeren Schnittstellen-Menge. Ein Vorteil von Apples Gerät ist der deutlich niedrigere Einstiegspreis von 1.700,- Euro, da Apple auch ein Modell mit herkömmlicher Festplattentechnik anbietet, während Lenovo ausschließlich auf SSDs setzt.