Japan: Kommunikationssatellit für schnelles Internet
Entwickelt wurde Kizuna von der JAXA und dem Nationalen Institut für Informations- und Kommunikationstechnologie. Nach Angaben der JAXA bietet der geostationäre Satellit Datenraten bis zu zu 1,2 GBit/s. Diese Bandbreite wird jedoch kommerziellen Kunden vorbehalten bleiben, etwa zur Übermittlung von Fernsehbildern. Um in den Genuss der vollen Bandbreite zu kommen, bedarf es einer Satellitenschüssel mit einem Durchmesser von 5 Metern. Eine Schüssel von 45 Zentimetern Durchmesser ermöglicht dem Privatkunden aber immer noch einen Downstream von 155 MBit/s und einen Upstream von 6 MBit/s.
Bei dem Himmelskörper handelt es sich nur um einen Prototypen, mit dem die JAXA Tests zum Highspeed-Zugang in entlegenen Bergregionen und auf kleinen Inseln durchführen will. Ziel ist es, eines der am weitesten entwickelten Kommunikationsnetze der Welt aufzubauen. Neben der Anbindung entfernter Landesteile bietet das satellitenbasierte Kommunikationssystem zudem einen weiteren Vorteil für Japan: Anders als ein Netz aus unterirdisch verlegten Kabeln ist es erdbebensicher. Für das immer wieder von geologischen Aktivitäten heimgesuchte Land ist das sehr wichtig.
Auch Menschen in anderen asiatischen Ländern sollen das Netz nutzen können. Dazu verfügt der Satellit über drei Antennen, die auf Japan, Südostasien und den Pazifik gerichtet sind.
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