Random House will Hörbücher ohne Rechtemanagment anbieten
Der amerikanische Verlag Random House will in Zukunft Hörbücher auch ohne Digital Rights Management (DRM) anbieten, berichtet der kanadische Autor Cory Doctorow auf dem Blog BoingBoing(öffnet im neuen Fenster). Ab dem 1. März 2008 können Online-Händler die Hörbücher der amerikanischen Bertelsmann-Tochter ohne Kopierschutz verkaufen.
Doctorow beruft sich auf einen Brief(öffnet im neuen Fenster) der Verlagsleitung an die Vertriebspartner. Dort heißt es, der Verlag biete testweise bereits seit September 2007 über eMusic.com Hörbücher im MP3-Format an. Diese Dateien sind mit einem digitalen Wasserzeichen versehen. Nachforschungen hätten ergeben, dass keine der im Internet aufgetauchten Raubkopien auf diese Versionen zurückginge. Die gefundenen Raubkopien seien geknackte DRM-Versionen oder in MP3 gewandelte CDs gewesen.
Allerdings handele es sich dabei nicht um eine "Alles-oder-nichts-Aussage", schreibt Madeline McIntosh, Vice President bei Random House laut Doctorow. Autoren, die "es für notwendig halten", könnten auch den Kopierschutz auf ihren Werken beibehalten.
Random House vertreibt Doctorows Romane in Deutschland und Österreich. Der Science-Fiction-Autor veröffentlicht seine Werke unter einer Creative-Commons-Lizenz.
Grund für den Schwenk ist eine weitere Verbreitung der Hörbücher: Durch das DRM schließt Random House iPod-Nutzer von seinem Angebot aus. Diese sollen auch als Kunden gewonnen werden. Die Bertelsmann-Tochter folgt mit dem Abschied vom DRM einem Trend: Die vier großen Musikunternehmen haben sich bereits alle vom DRM verabschiedet und bieten Musikdateien nur noch im MP3-Format an.
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