Aus LinuxBIOS wird Coreboot
Angekündigt hatten die Entwickler die anstehende Namensänderung(öffnet im neuen Fenster) schon vor einiger Zeit. Als das Projekt gestartet wurde, sollte tatsächlich ein Linux-System als Ersatz für das herkömmliche BIOS fungieren – und damit das letzte Stück proprietäre Software aus Computern verbannen. Angefangen wurde mit einem Linux-Kernel 2.2, wofür 512 KByte Speicher benötigt wurden. Beim Umstieg auf den Linux-Kernel 2.4 wuchs der Platzbedarf auf 1 MByte.
Da mittlerweile Flash-Bausteine teilweise jedoch wieder kleiner anstatt größer werden, trennte das Projekt die Bestandteile: Der zum Starten des Kernels benötigte Code ist dabei Coreboot, der jedoch bisher weiter als LinuxBIOS bekannt war. Allerdings war in vielen Fällen kein Linux mehr im BIOS vorhanden. Zudem befürchten die Entwickler, viele Anwender würden vermuten, mit LinuxBIOS ließe sich nur das freie Betriebssystem starten.
Stattdessen kann der Code jedoch direkt einen Linux-Kernel aufrufen, aber auch andere Bootloader wie GRUB und ADLO, mit denen sich auch Windows starten lässt. Wer Coreboot mit Linux 2.6 kombiniert, erhält das, was ursprünglich als LinuxBIOS erdacht war, mittlerweile aber rund 2 MByte im Flash-Speicher benötigt. Häufiger sei jedoch eine Kombination, bei der kein Linux mehr im BIOS zu finden ist, so die Entwickler.
Unter coreboot.org(öffnet im neuen Fenster) findet sich nun die neue Projektseite, über die künftig die Entwicklung von Coreboot gelenkt wird. Das Ziel bleibt dabei dasselbe: Die letzte Bastion proprietärer Software in modernen Systemen voll verschwinden.
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