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Adobe veröffentlicht AIR 1.0 und Flex 3

AIR bringt Webapplikationen auf den Desktop. Mit AIR 1.0 und Flex 3.0 hat Adobe seine neue Plattform für so genannte Rich Internet Applications (RIAs) veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Webapplikationen, die Techniken wie HTML, CSS, JavaScript und Flash nutzen, aber statt im Browser in einer eigenen Runtime-Umgebung auf dem Desktop ablaufen und so die Vorteile von Web- und Desktop-Applikationen kombinieren sollen.
/ Jens Ihlenfeld
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Die "Adobe Integrated Runtime", kurz AIR, wurde einst unter dem Codenamen "Apollo" entwickelt. Die plattformunabhängige Runtime bringt Webapplikationen auf den Desktop. Als Rendering-Engine kommt dabei Apples KHTML-basiertes WebKit zum Einsatz.

AIR-Applikationen lassen sich direkt aus dem Netz aufrufen, heben sich von reinen Webapplikationen aber durch Drag-and-Drop-Unterstützung sowie umfangreiche Einbindung der Zwischenablage ab und erlauben es, Desktop- und Systemtastenkürzel zu nutzen. Sie laufen wie herkömmliche Applikationen auf dem Desktop ab und werden nicht in eine andere Applikation, z.B. einen Browser, eingebettet.

Adobe-Partner wie die New York Times, AOL, der NASDAQ und eBay haben bereits erste AIR-Applikationen(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Adobe selbst hat unter anderem den Adobe Media Player(öffnet im neuen Fenster) entwickelt und bietet mit Buzzword auch eine hinzugekaufte Textverarbeitung an.

AIR ist Adobes Antwort auf Microsofts Silverlight und steht ab sofort in der Version 1.0 für Windows und MacOS X zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster) . Eine Linux-Version soll folgen.

Ergänzend zu AIR hat Adobe auch seine Flash-Entwicklungsumgebung Flex in der Version 3 veröffentlicht, womit sich AIR-Applikationen entwickeln lassen. Flex hat sich mittlerweile zu einem Open-Source-Framework entwickelt und mit dem Flex Builder 3 steht ein auf Eclipse basierendes Entwicklerwerkzeug bereit.

Das Flex 3 SDK steht unter labs.adobe.com(öffnet im neuen Fenster) zum freien Download bereit, der Flex Builder 3 wird in der Standardedition für 249,- US-Dollar verkauft, in der Professional-Edition für 699,- US-Dollar.


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