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Faire Arbeitsbedingungen für die Computerspielbranche

Siegel für gerechte Beschäftigung gefordert. "Die Linke" hat im Bundestag gefordert, ein "Fair-Work"-Siegel für Computerspiele zu schaffen. Damit soll dokumentiert werden, welche Betriebe ihre Mitarbeiter ordentlich und nach arbeitsrechtlichen Mindeststandards behandeln, so die Partei.
/ Christian Klaß
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Das Siegel solle die Qualität der Arbeitsbedingungen in der Computerspielbranche bewerten und eine Sicherung der arbeitsrechtlichen Anforderungen sowohl bei festen, aber auch den freien Mitarbeitern des Unternehmens zum Ziel haben. Bei der finanziellen Förderung von Projekten und der Auslobung eines Deutschen Computerspielepreises solle das Siegel als Entscheidungsgrundlage dienen.

Die Linke begründet ihren Antrag damit, dass bisher bei der Bewertung der Spiele und der Branche einseitig wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stünden. Die Situation der Mitarbeiter werde nicht wahrgenommen, obwohl sie die Basis des Erfolgs seien.

Lothar Bisky, Parteichef der Linken, hatte bereits im November 2007 laut über ein Fair-Work-Siegel nachgedacht, als er den von der Großen Koalition (SPD und CDU/CSU) eingereichten Antrag auf eine Förderung von hochqualitativen und pädagogisch wertvollen Computerspielen kritisierte . Zwar würden Computerspiele eine hohe kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung haben und es sei wichtig, diese Entwicklung weiter zu fördern, doch gleichzeitig würden Bisky zufolge "wichtige Probleme verkannt" werden – neben den Arbeitsbedingungen in der Spielebranche kritisierte der Politiker auch den Mangel an Ausbildungsplätzen.


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