Abo
  • Services:

Black-Hat-Konferenz: Handys abhören für jedermann

Angeblicher GSM-Knacker für 900,- US-Dollar

Auf der Ende März 2008 in Amsterdam stattfindenden Security-Konferenz der Black-Hat-Reihe wollen zwei US-Hacker ein neues System vorstellen, mit dem sich verschlüsselte Handy-Telefonate abhören lassen sollen. Das ist zwar bisher für Strafverfolgungsbehörden schon Alltag - aber nicht zum Preis von 900,- US-Dollar, den die beiden Entwickler versprechen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Grundlage der Verschlüsselung von Handy-Telefonaten im GSM-Standard mit seinen weltweit 2 Milliarden Teilnehmern ist der 64-bittige A5-Algorithmus. Wie er zu knacken sein könnte, ist seit 1998 bekannt - nur war der Rechenaufwand dafür bisher so hoch, dass die Methoden nur für Regierungsinstitutionen mit mehr oder weniger berechtigtem Interesse am Handy-Lauschen in Frage kamen.

Stellenmarkt
  1. ProLeiT AG, Leverkusen
  2. Versicherungskammer Bayern, Saarbrücken

Durch die stetig steigende Rechenleistung von PCs soll das Entschlüsseln von Mobilfunkgesprächen aber nun für jedermann in greifbare Nähe gerückt sein. Gegenüber der US-Site Government Computer News (GCN) erklärten die beiden Hacker "Steve" und Dave Hulton, die für ihren Angriff nötigen Geräte sollten nur rund 900,- US-Dollar kosten. Noch ist nicht klar, ob es sich dabei um einen simplen PC handelt und die Intelligenz des Hacks in einem schlichten Stückchen Software steckt.

Wie die beiden Hacker gegenüber GCN angegeben haben, sollen manche GSM-Netze von den 64 Bit des A5-Schlüssels nur 54 Bit nutzen und die letzten zehn Stellen mit Nullen auffüllen. Das erleichtert die Entschlüsselung. Beim Verbindungsaufbau sollen zudem einige Datenpakete im Klartext übertragen werden, was letztendlich den Angriffspunkt darstellt. Durch das Sammeln von immer mehr Entschlüsselungen wollen die Hacker Tabellen erstellen, die dann das Knacken von Handy-Telefonaten auf einem PC in rund 30 Minuten ermöglichen sollen.

Dazu müssen die verschlüsselten Gespräche aber zunächst abgehört und aufgezeichnet werden. Wie das geht, hatte David Hulton bereits 2007 auf dem Chaos Camp des CCC beschrieben, was unter anderem einem Video des Chaosradio-Podcasts zu entnehmen ist.

Unklar ist noch, ob sich die Ausnutzung der Schwächen des GSM-Protokolls und der Verschlüsselung wirklich auf alle Handy-Netze auswirkt. Die beiden Hacker wollen ihren Ansatz auf dem Black-Hat-Briefing in Amsterdam vorstellen, das vom 25. bis 28. März 2008 stattfindet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. für 109,99€ statt 189,99€ (Neupreis) und 32 GB für 139,99€ statt 219,99€ (Neupreis)
  2. (aktuell u. a. WD Elements 4 TB für 99€ und SanDisk Ultra 64-GB-micro-SDXC für 17€ - Angebote...
  3. für 249€ + 5,99€ Versand
  4. 79,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 126€)

Gnabbels 25. Feb 2008

Tein reckdsraibng au

Dr. Frickel... 22. Feb 2008

Das bringt Spaß am Gerät, allerdings gibt es UMTS auch schon nach geschmissen und das ist...

Jamba Vaarscha! 22. Feb 2008

Jetzt neu im Jamba-Volltrottel-Abo: Schicke jetzt eine SMS an 14-mal die 14 um Geld im...


Folgen Sie uns
       


Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen

Alexa kann komisch lachen und schlecht rappen - wie man im Video hört.

Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen Video aufrufen
BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

    •  /