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Erste Reaktionen auf Microsofts neue Offenheit

Red Hats Rechtsexperte Michael Cunningham sagte, sein Arbeitgeber betrachte die Nachricht mit einer gesunden Dosis Skepsis. Microsoft könne wirklich beweisen, dass sie es ernst meinen, wenn sie das OpenDocument-Format akzeptieren und nicht länger versuchen würden, ihre Eigenentwicklung Office Open XML (OOXML) durch den ISO-Standardisierungsprozess zu drücken. Zudem solle Microsoft keine Patentlizenz für die nun angekündigten Veröffentlichungen schaffen, sondern sein "Open Specification Promise" auf diese Informationen ausdehnen. Unter diesen Bedingungen erlaubt Microsoft jedermann die Nutzung verschiedener Techniken aus dem eigenen Hause. Die Patentlizenz hingegen, die schon nach der Vereinbarung mit der EU-Kommission geschaffen wurde, betrachtet Cunningham als inkompatibel zu der GNU General Public License (GPL), der am weitesten verbreiteten Lizenz für freie Software. Cunningham fürchtet ferner, Microsoft wolle Wettbewerb mit der Open-Source-Community von vornherein verhindern. Die Ankündigung, Open-Source-Projekte nicht zu verklagen, so lange sie nichtkommerzielle Implementierungen der Techniken vertreiben, bezeichnet Cunningham als "hinterlistig".

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Anders beurteilt Miguel de Icaza, Gründer des Gnome-Projektes und Programmierer bei Novell, die bekanntlich mit Microsoft zusammenarbeiten, den Schritt. Dieser sei faszinierend und sehe gut aus, schließlich gebe es viele Produkte wie Office, SQL Server und SharePoint, mit denen man zusammenarbeiten wolle, so de Icaza. Allerdings bleibe abzuwarten, wie Open-Source-Anbieter vorgehen, sobald die Patentlisten veröffentlicht sind - sie könnten diese dann lizenzieren oder eine Klage riskieren.

Jeremy Allison, Gründer des Samba-Projektes, sagte: "Der Teufel steckt im Detail". Würde Microsoft die versprochenen Schritte durchziehen, könnte die Welt ein besserer Ort werden, für Samba bedeute dies allerdings nichts. Denn das Projekt, das eine freie Alternative zu Windows-Servern entwickelt, hat die Protokollinformationen bereits lizenziert. Allison, der Novell übrigens aufgrund der Zusammenarbeit mit Microsoft verlassen hatte, bezeichnet ferner das Versprechen des Unternehmens, nichtkommerzielle freie Software nicht zu verklagen, als nichtssagend. Dennoch sei er erfreut darüber, dass nun jedes Projekt an die Spezifikationen kommen könne.

Das OpenOffice.org-Projekt hofft ebenfalls, dass Microsoft sich in Sachen OpenDocument Format bewegt, so Florian Effenberger, Marketing Project Co-Lead von OpenOffice.org. Das Projekt hoffe weiterhin daraufhin, dass sich Lizenz- und Patentstreitigkeiten nun lösen. Schließlich hatte Microsoft in der Vergangenheit immer wieder verlautbart, freie Software würde Patente des Unternehmens verletzen.

Microsofts Open-Source-Chef Bill Hilf schreibt in seinem Blog, dass die neue Offenheit Microsofts Geschäft grundlegend ändern werde. Man wolle mit der Open-Source-Community zusammenarbeiten, und zwar auch langfristig gesehen, denn die Ankündigung sei ein signifikanter Schritt in die verbundene Welt der Zukunft.

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BSDDaemon 23. Feb 2008

Warum sollte man auch nicht begeistert sein. Wenn MS mal ein Versprechen einhalten würde...

BSDDaemon 23. Feb 2008

Warum auch sollte OOo ODF sein? Vielleicht solltest du dir den Dokumentaufbau ansehen...

zilti 22. Feb 2008

Die hättens nötiger als Microsoft.

Raven 22. Feb 2008

... für ein geiler Text? :D Sehr passend IMHO. http://www.fini-online.com/home.php?lng=de...

nichtan klicken 22. Feb 2008

@golem: Bitte löschen!


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